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Autorenporträt

Mária Hidvégi


Mária Hidvégi

Dr. Mária Hidvégi ist Stipendiatin der Universität Konstanz.


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Mária Hidvégi

Anschluss an den Weltmarkt

Ungarns elektrotechnische Leitunternehmen 1867–1949

1. Auflage 2016
414 Seiten mit 4 Karten, 3 Diagrammen und 20 Tab. gebunden
ISBN 978-3-525-30176-0
Vandenhoeck & Ruprecht

Transnationale Geschichte. - Band 010

75,00 €
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Das Buch beschreibt die Strategien der Firmen Tungsram sowie Ganz & Co., der beiden Leitunternehmen der ungarischen elektrotechnischen Industrie, mit denen sie Wachstumshindernisse ihres spät industrialisierenden und absatzschwachen Heimatmarkts zu überwinden und die globale privatwirtschaftliche Regulierung der Elektroindustrie mitzugestalten versuchten. Im Fokus steht der Lern- und Adaptionsprozess der beiden Unternehmen bei ihren Bemühungen, sich in die Wissensgenerierungs- und Verteilungsnetzwerke der Weltmarktführer zu integrieren, die Entwicklungsrichtung der Technologie mitzubestimmen und technische Standards, Außenhandels- und Kartellbestimmungen sowie staatliche Industrieförderung mit koordinierter Lobbyarbeit national und international zu beeinflussen.Die Perspektive mittlerer Unternehmen des Leitsektors der zweiten industriellen Revolution bietet neue Erkenntnisse über die Globalisierung vom späten 19. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts, d.h. bis zur staatssozialistischen Festlegung der politischen und wirtschaftlichen Ordnung in Osteuropa für die anschließenden vier Jahrzehnte. Denn ostmitteleuropäische Großunternehmen standen bislang selten im Fokus von Globalisierungsstudien. Da Ungarn im Untersuchungszeitraum zu einander ablösenden, verschiedenen hegemonialen Strukturen gehörte, in denen es über unterschiedliche Grade an politischer und wirtschaftlicher Souveränität verfügte, beleuchtet die hier gewählte Mikroperspektive zum einen die veränderlichen nationalen und intraregionalen politischen und wirtschaftlichen Hindernisse vor dem Aufholen gegenüber Westeuropa, zum anderen die Reaktion der ungarischen Wirtschaftselite auf die Globalisierung. Darüber hinaus verdeutlicht die Untersuchung, wie sich das Netzwerk von Beteiligungs-, Lizenz- und Kartellverträgen der Weltmarktführer und die Mechanismen regionaler und globaler Marktordnungen wie auch die eigenen Spielräume aus der Sicht mittelgroßer Unternehmen gestalteten.

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Pressestimmen    
»Hidvégi hat eine problemorientierte, keine enge unternehmensgeschichtliche Arbeit vorgelegt. Sie orientiert sich an Strukturen wie Protektionismus oder Kartellierung und fragt, wie ihre beiden Beispielfirmen auf diese Herausforderung reagiert haben. Aufgrund dieser Herangehensweise kann ihr Werk einen weit höheren Anspruch an Allgemeingültigkeit beanspruchen, als eine enge unternehmenshistorische Darstellung. Sie erreicht damit einerseits eine viel höhere Repräsentativität in ihrer eigenen Forschung. Andererseits bietet sie viele Anknüpfungspunkte für Vergleiche mit anderen Unternehmen und Strukturfragen wie Protektionismus, internationale Netzwerke usw. Es ist deshalb zu hoffen, dass das Buch besonders in dieser Hinsicht und nicht nur von regional orientierten Historikern fleißig genutzt wird.«
Comparativ (Harm Schröter), Heft: 5 (2016)


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Transnationale Geschichte.