12.09.2016

Bisher unter Verschluss gehaltene Dokumente zu den Protagonisten der ersten RAF-Generation

Ulrike Meinhof, Horst Mahler und Gudrun Ensslin gehörten dem exklusiven Stipendiatenkreis der Studienstiftung des deutschen Volkes an, bevor sie die RAF gründeten. Jahrzehntelang waren die umfangreichen Akten mit Lebensläufen und Gutachten unter Verschluss und standen bislang weder der Öffentlichkeit noch der Wissenschaft zur Verfügung. Der Herausgeber Alexander Gallus gibt nun einen Einblick in diese unbekannte Akten.

Ulrike Meinhof, Horst Mahler und Gudrun Ensslin waren nicht nur Begründer der Rote Armee Fraktion, sondern gehörten auch zum exklusiven Stipendiatenkreis der Studienstiftung des deutschen Volkes. Bislang befanden sich die Förderakten – mit ausführlichen Lebensläufen, genauen Semesterberichten und aussagekräftigen Gutachten – unter Verschluss. Weder Journalisten noch Wissenschaftler konnten diesen einmaligen Quellenfundus nutzen. Nicht einmal dem Generalbundesanwalt wurde Einsicht gewährt, als er zur Vorbereitung der Terroristenprozesse in den 1970er Jahren beim größten und renommiertesten deutschen Begabtenförderungswerk entsprechend nachsuchte.Die Terroristen in nuce hätte er in den Dokumenten kaum gefunden. Die hier erstmals veröffentlichten Studienstiftungsakten sind gerade insofern ein beunruhigendes Zeugnis, als sie belegen, wie schwer nur im Terrorismus endende Biografien sich prognostizieren lassen.

 


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