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Autorenporträt

Peter Lundgreen


Dr. Peter Lundgreen ist Sprecher der Arbeitsgruppe »Datenhandbücher zur deutschen Bildungsgeschichte« und war bis 2001 Professor für Wissenschaftsgeschichte an der Universität Bielefeld. Er hat zahlreiche Bücher zur deutschen Bildungsgeschichte veröffentlicht.


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Peter Lundgreen

Das Personal an den Hochschulen in der Bundesrepublik Deutschland 1953–2005

1. Auflage 2009
238 Seiten mit zahlr. Grafiken, Abb., Tab. und 1 CD-Rom Leinen
ISBN 978-3-525-36383-6
Vandenhoeck & Ruprecht

Datenhandbuch zur deutschen Bildungsgeschichte. - Band 010

100,00 €

Wachstum und Strukturwandel der deutschen Hochschulen von 1953 bis 2005 im Spiegel der Personalstatistik mit langen Zeitreihen zu beschreiben, ist Ziel dieses Datenhandbuchs zur deutschen Bildungsgeschichte. Dabei werden verschiedene Gruppen untersucht: das Personal in seinen einzelnen Teilgruppen, das wissenschaftliche Personal nach Fächergruppen, Altersgruppen und Geschlechtszugehörigkeit, die jährlichen Habilitationen sowie die Beschäftigungssituation der Akademischen Mitarbeiter.
Die statistischen Ergebnisse sind in 330 Tabellen dokumentiert und über eine beigelegt CD zugänglich. Der Text des Datenhandbuchs enthält eine Auswahl von 50 Tabellen sowie 145 Abbildungen zur Veranschaulichung der zeitlichen Veränderungen.

Mit Blickrichtung weniger auf die Studierenden (siehe hierzu Band VIII des »Datenhandbuchs zur deutschen Bildungsgeschichte«) als auf die Hochschulen korrespondiert dem Begriff der »Bildungsexpansion« derjenige der »Massenuniversität«. Dabei denkt man in erster Linie an das Größenwachstum, also wieder die Studierendenzahlen, die Kapazitätsengpässe, die Gründung neuer Universitäten u.ä. Weniger Beachtung findet gemeinhin, dass die »Massenuniversität« zugleich einen tief greifenden Wandel der traditionellen Universität bezeugt, den man gleichfalls im Spiegel von Zahlen, von statistischen Zeitreihen beschreiben kann: Das Personal an den Hochschulen folgt, mit einiger Verzögerung, der Bildungsexpansion und wächst seinerseits: Professoren von 2.000 (1953) auf 38.000 (2005); Akademische Mitarbeiter von 6.000 (1953) auf 120.000 (2005). Wichtiger, das Wachstum des wissenschaftlichen Personals geht einher mit grundlegenden Strukturveränderungen. Zwei seien genannt: (1) Die traditionelle Dominanz der Lehrstuhlinhaber (Ordinarien) wird beendet zugunsten einer einheitlichen, nur nach der Besoldung differenzierten Professorengruppe. Damit verschwindet das Dauerproblem der »Nichtordinarien«, das seit dem 19. Jahrhundert bestand. (2) Der akademische Mittelbau (wissenschaftliche Assistenten und Mitarbeiter) gewinnt an Bedeutung; er ist (viel stärker als die Professoren) Hauptträger des Wachstums, damit unverzichtbar für die Lehre und die Betreuung von Studierenden; er ist zugleich Hauptträger und Nutznießer der mit Drittmitteln geförderten Forschung. Der hiermit angedeutete Strukturwandel findet hochschulrechtlich seinen Ausdruck in der so genannten »Gruppenuniversität« mit ihren vier Ständen: Professoren; Akademische Mitarbeiter; Studierende; nichtwissenschaftliches Personal.

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Datenhandbuch zur deutschen Bildungsgeschichte.