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Autorenporträt

Sebastian Voigt


Sebastian Voigt

Dr. Sebastian Voigt ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Zeitgeschichte in München.


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Sebastian Voigt

Der jüdische Mai ’68

Pierre Goldman, Daniel Cohn-Bendit und André Glucksmann im Nachkriegsfrankreich

2. Auflage 2016
383 Seiten mit 7 Abb.
ISBN 978-3-647-37049-1
Vandenhoeck & Ruprecht

Schriften des Simon-Dubnow-Instituts. - Band 022

59,99 €
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Drei jüdische Aktivisten spielten im Umfeld des Pariser Mai eine wichtige Rolle: Daniel Cohn-Bendit, der als Person das Ereignis symbolisiert, Pierre Goldman, der bis zu seiner Ermordung im Jahr 1979 die Ikone der radikalen Linken war, und André Glucksmann, vormals der maoistischen Strömung zugeneigt, der Mitte der 1970er Jahre die antitotalitäre Denkrichtung der »Neuen Philosophen« mitbegründete. Sebastian Voigt zeichnet die Lebenswege dieser drei Protagonisten der radikalen Linken im Nachkriegsfrankreich nach und rückt ihre politischen Biografien in einen gedächtnisgeschichtlichen Zusammenhang. Hierzu öffnet er den Blick zurück auf die Elterngeneration und nimmt deren in der Zwischenkriegszeit liegende Erfahrungsgeschichte in den Fokus. Eine solche Rückschau in die Vorgeschichte führt von Frankreich aus in die Lebenswelten der als Immigranten und Flüchtlinge aus Deutschland, Polen und dem Habsburgerreich kommenden Juden. Kommunismus, Zionismus und antifaschistisches Engagement der Elterngeneration bilden dabei ebenso wie der bewaffnete Widerstand gegen die deutsche Besatzung die gedächtnispolitische Folie, vor der die Ereignisse des Mai ’68 in neuem Licht erscheinen.

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Pressestimmen    
»Wurden Goldman, Cohn-Bendit und Glucksmann auch in dessen Kontext als Fallbeispiele ausgewählt, behandelt Voigt ihre familien- und erfahrungsgeschichtliche Prägung und ordnet ihre Lebenswege auf aufschlussreiche und anschauliche Weise in die komplexen Entwicklungen Frankreichs und Europas des 20. Jahrhunderts ein.«
Chilufim - Zeitschrift für Jüdische Kulturgeschichte (Alexandra Preitschopf), Heft: 21 (2016)


»Was Voigt in geradezu fulminanter Weise herausarbeiten kann, ist die zentrale Bedeutung, die die Erfahrung der Nichtzugehörigkeit - alle drei Protagonisten stammen aus Familien, die von Staatenlosigkeit, Pass-Entzug, Ausbürgerung, Flucht und Migration betroffen waren - als Antriebsfeder sozialen und intellektuellen Engagements entfalten kann. Selbstverständlich kann gerade dabei die spezifisch jüdische Erfahrungsgeschichte gar nicht genug betont werden und Voigts Studie kommt das Verdienst zu, die Besonderheit eben dieser Prägung in der europäischen Linken der Nachkriegszeit nachvollziehbar dargelegt zu haben.«
(Miriam Rürup)
Zur Quelle
H-Soz-Kult, 03.01.2017


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