24.03.2015

Die Gedenkstätte Berliner Mauer lädt ein zur Veranstaltung: »Auftrag: Menschenraub«

Podiumsgespräch mit Zeitzeugen
Auftrag: Menschenraub
Entführungen von Westberlinern und Bundesbürgern durch die Stasi


am Dienstag, den 24. März 2015
um 19 Uhr
im Besucherzentrum der Gedenkstätte Berliner Mauer.


Auf offener Straße brutal überfallen, in vertrauter Umgebung betäubt und entführt oder durch perfide Täuschungen auf DDR-Gebiet gelockt und dort rechtswidrig festgehalten. Etwa 400 Menschen teilen ein Schicksal: Sie wurden in den 1950er und 1960er Jahren aus der Bundesrepublik und vor allem aus West-Berlin in die DDR verschleppt und dort inhaftiert. Dahinter steckte oft das Ministerium für Staatssicherheit, das inoffizielle Mitarbeiter mit Entführungsaufträgen in den Westen schickte.

Diesem wenig bekannten Kapitel der deutschen Teilungsgeschichte widmet sich die Studie von Susanne Muhle, die sich für ihre Dissertation auf die Spuren der Entführten und der Entführer begeben hat.

Die Veranstalter laden ein zur Buchvorstellung durch den Historiker Dr. Roger Engelmann (BStU) und zum Podiumsgespräch mit Stefan Brandt (Sohn des 1961 entführten Heinz Brandt), Dr. Karl Wilhelm Fricke (1955 aus West-Berlin entführt), Dr. Jens Gieseke (Zentrum für Zeithistorische Forschung) sowie der Autorin Susanne Muhle (Stiftung Berliner Mauer). Moderation: Dr. Ulrich Mählert (Bundesstiftung Aufarbeitung).

Eine gemeinsame Veranstaltung des Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der DDR (BStU), der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Stiftung Berliner Mauer.

Veranstaltungsort
Besucherzentrum der Gedenkstätte Berliner Mauer
Bernauer Str. 119
13355 Berlin

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
(zum Veranstaltungsflyer)


Foto: Susanne Muhle in der Gedenkstätte Berliner Mauer 
© Helen Buhler / Stiftung Berliner Mauer




  


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