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Autorenporträt

Dirk Schuster


Dr. Dirk Schuster war 2011 bis 2014 Promotionsstipendiat der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit. 2016 erfolgte die Verteidigung seiner Dissertation am Religionswissenschaftlichen Institut der Freien Universität Berlin. Seit 2014 ist er akademischer Mitarbeiter am Institut für Jüdische Studien und Religionswissenschaft der Universität Potsdam.
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Dirk Schuster

Die Lehre vom »arischen« Christentum

Das wissenschaftliche Selbstverständnis im Eisenacher »Entjudungsinstitut«

1. Auflage 2017
327 Seiten
ISBN 978-3-8470-0716-6
V&R unipress

Kirche – Konfession – Religion. - Band 070

37,99 €
IN DEN WARENKORB  
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Am 6. Mai 1939 wurde durch den Beschluss mehrerer protestantischer Landeskirchen das »Institut zur Erforschung und Beseitigung des jüdischen Einflusses auf das deutsche kirchliche Leben« gegründet. Ihm gehörten weit über 150 Mitarbeiter an, die eine »Entjudung« des Christentums anstrebten. Das Institut wird als Teil der umfangreichen antisemitischen »Judenforschung« im Dritten Reich verstanden.

Die beteiligten Mitarbeiter nutzten eine religionsvergleichende Methode, die man als Religionswissenschaft bezeichnete, um nachzuweisen, dass Jesus »arischer« Herkunft gewesen und dass deswegen eine »Entjudung« des Christentums nötig sei. Anhand der Arbeiten von sieben Universitätsmitarbeitern für das Institut zeigt Dirk Schuster, dass diese Forschungen als Teil der religionswissenschaftlichen Fachgeschichte zu sehen sind.

 

The Institute for the Study and Eradication of Jewish Influence on German Religious Life, which was found on the 6th of May 1939 by the decision of several Protestant national churches, had more than 150 contributors, who strived for the Dejudaisation of Christianity. The existing research firstly proves that the idea of Dejudaisation has its origin in the religious worldview of the Protestant German Christian Church Movement. For the evidence that Jesus was an Aryan and the necessity of a Dejudaisation of Christianity, participating contributors used a religion comparative method of working, which was called the science of religion.

This book provides therefore an input for the refurbishment of religion scientific history for the Third Reich and stresses at the same time that the term science of religion has different interpretations. Furthermore this church institution was understood as a part of the complex anti-Semitic „Judenforschung“ in the Third Reich and not only as a ecclesiastical research institution without a connection to the development of science in Nazi Germany.

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