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Autorenporträt

Kenneth Horvath


Dr. Kenneth Horvath hat an der Universität Wien Soziologie und Philosophie studiert. Derzeit unterrichtet er an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe qualitative und quantitative Forschungsmethoden und forscht zum Wechselspiel von migrationspolitischen Diskursen und pädagogischer Praxis.


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Kenneth Horvath

Die Logik der Entrechtung

Sicherheits- und Nutzendiskurse im österreichischen Migrationsregime

1. Auflage 2014
342 Seiten mit 25 Abb. gebunden
ISBN 978-3-8471-0226-7
Vienna University Press bei V&R unipress

Migrations- und Integrationsforschung. - Band 006

50,00 €
PDF eBook 39,99 € KAUFEN

Die politische Steuerung von Migration beruht im liberalen Nationalstaat auf komplexen Formen der Entrechtung. Kenneth Horvath argumentiert, dass diese nach Kriterien wie Herkunft, Alter und Ausbildung differenzierte Zu- und Aberkennung von Rechten auf einem vielschichtigen Wechselspiel zweier migrationspolitischer Logiken beruht, die üblicherweise als konkurrierende Politikansätze gefasst werden. Am Beispiel der Entwicklung des österreichischen Migrationsregimes wird nachgezeichnet, wie das Wechselspiel einer restriktiven Sicherheitslogik und einer nutzenorientierten Wirtschaftslogik erlaubt hat, das migrationspolitische Regelwerk über die Jahre den jeweiligen politisch-ökonomischen Gegebenheiten anzupassen. Dabei wird der Blick auf bisher wenig beachtete Episoden der österreichischen Migrationspolitik gelenkt, etwa das Inlandarbeiterschutzgesetz der 1920er-Jahre, die Gleichstellung der »Volksdeutschen« nach 1945 und die Einführung von Saisonarbeiterstatus und Rot-Weiß-Rot-Karte.

The political regulation of migration in liberal nation-states depends on the differential deprivation of fundamental rights. These complex forms of granting and denying different sets of rights to different groups of migrants hinges on a multi-facetted interplay of two seemingly contradictory political logics: the securitisation (linked to construals of migration as existential danger and as out of control) and the economisation of migration (based on demands for “rational” policy approaches and stressing the need for migration). Using the example of the Austrian migration regime, this book shows how the interplay of these two logics has allowed for adapting regulatory frameworks to changing political-economic circumstances. This general argument is illustrated with examples from the early beginnings of the Austrian migration regime in the interwar-period to the post-WWII guestworker regime and, finally, to recent forms of neoliberal migration management that combine highly precarious legal statuses for so-called temporary migrants and a points-based system for the »highly-skilled«.

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Leserstimmen  


rudolf lachinger  07.05.2014 10:46  Uhr
hätte gern die einleitung gelesen, die hier aber bloß das Iv wiedergibt.

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Migrations- und Integrationsforschung.