05.07.2016

Die neueste Ausgabe der Zeithistorischen Forschungen ist da!

Apartheid und Anti-Apartheid - Südafrika und Westeuropa

Neue Ausgabe der »Zeithistorischen Forschungen« online und gedruckt erschienen (Heft 2/2016)

»Apartheid« war mehr als 40 Jahre lang die Politik Südafrikas, mit der Menschenrechtsverletzungen Gesetz waren. Dies ist nicht erst eine heutige Sicht, sondern stieß international auch zeitgenössisch vielfach auf Kritik. Die Auseinandersetzungen über die Apartheid und den Umgang mit dem Regime in Südafrika trugen seit den 1960er-Jahren in einem erheblichen Maße dazu bei, Menschenrechte als international verbindliche Normen zu etablieren. So ist die Apartheid nicht nur eine südafrikanische  Geschichte: In verschiedenen Phasen und Formen beeinflusste sie auch Politik und Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft in Westeuropa. Diesen Verflechtungen geht das Themenheft mit Fallstudien nach.

Wie entwickelte sich der Umgang zum Beispiel von Unternehmen, Kirchen und Künstlern mit der Apartheid? Sollte Südafrika, politisch ein Paria der Staatengemeinschaft, auch kulturell und ökonomisch isoliert werden, oder waren Verbindungen nun gerade wichtig, um Reformen voranzutreiben? Anhand des südafrikanischen Falles werden zugleich allgemeinere, für das Selbstverständnis westlicher Gesellschaften zentrale Aspekte deutlich: die Entstehung einer »Moral Economy«, die Herausbildung eines politischen Bewusstseins der »Konsumbürger«, die ambivalenten Effekte von Handels- und Kulturboykotten sowie die Erweiterung nationaler Öffentlichkeiten zu einer globalen Mediengesellschaft.

Zur Quelle

Hier geht es zu der Ausgabe:
http://www.v-r.de/de/zeithistorische_forschungen_2016_13_2/me-1/1036701/


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Zeithistorische Forschungen / Studies in Contemporary History (ZF) ist eine neue Zeitschrift zu Fragen der Zeitgeschichte in deutscher, europäischer und globaler Dimension.

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