Empfehlen

Herausgeberporträt

Uwe Puschner


Dr. Uwe Puschner ist Professor für Neuere Geschichte am Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universität Berlin.
Mehr Infos zum Herausgeber

Herausgeberporträt

Clemens Vollnhals


Dr. Clemens Vollnhals ist Stellvertretender Direktor des Hannah-Arendt-Instituts für Totalitarismusforschung und Lehrbeauftragter für Zeitgeschichte an der Technischen Universität Dresden.
Mehr Infos zum Herausgeber

Mit Beiträgen von

Bettina Amm (Hamburg)
Wolfgang Dierker (Berlin)
Debora Dusse (Berlin)
Terje Emberland (Oslo)
Martin Finkenberger (Berlin)
Manfred Gailus (Berlin)
Anders Gerdmar (Uppsala)
Susannah Heschel (Hanover, NH, USA)
Gregor Hufenreuter (Berlin)
Horst Junginger (München)
Christoph Knüppel (Herford)
Martin Leutzsch (Paderborn)
Ulrich Linse (München)
Marcus Meyer (Bremen)
Winfried Mogge (Kassel)
Ulrich Nanko (Tübingen)
Matthias Pöhlmann (Germering bei München)
Ernst Piper (Potsdam)
Uwe Puschner (Berlin)
Lucia Scherzberg (Saarbrücken)
Peter Staudenmaier (Milwaukee, Wisconsin, USA)
Klaus Vondung (Siegen)
Clemens Vollnhals (Dresden)
Bernd Wedemeyer-Kolwe (Hannover)
Felix Wiedemann (Berlin)
Ingo Wiwjorra (Berlin)

Abdruckrechte

Text oder Illustration aus diesem Titel verwenden?

Lizenz erwerben

Uwe Puschner, Clemens Vollnhals (Hg.)

Die völkisch-religiöse Bewegung im Nationalsozialismus

Eine Beziehungs- und Konfliktgeschichte

2. Auflage 2012
592 Seiten gebunden
ISBN 9783525369968
Vandenhoeck & Ruprecht

Schriften des Hannah-Arendt-Instituts - Band 047

90,00 €
PDF eBook 74,99 € KAUFEN

Völkisch-religiöse Gruppierungen hofften, dass die 1933 freudig begrüßte Machtübernahme der Nationalsozialisten auch einen »neuen Deutschen Glaubensfrühling« einläuten werde. Dies sollte sich bald als eine illusionäre Selbsttäuschung erweisen. Der deutschchristliche wie auch der konkurrierende »neuheidnische« Flügel der völkisch-religiösen Bewegung scheiterten dabei nicht nur an ihrem Unvermögen, persönliche wie religiös-weltanschauliche Gegensätze zu überwinden und die divergierenden Strömungen und Interessen zu bündeln. Sie hatten vor allem ihre Handlungsspielräume über- und mehr noch das nationalsozialistische Machtkalkül unterschätzt, auch wenn einzelne Gruppierungen und Protagonisten von maßgeblichen Akteuren des polykratischen Systems zeitweise Unterstützung erfuhren.

Hitler hatte mit der Neugründung der NSDAP im Jahr 1925 den ideologischen und religionspolitischen Kurs festgelegt, der der völkischen Überzeugung vom Vorrang der Religion vor der Ideologie, der religiösen Einigung des Volkes in einer »arteigenen« Religion und dem in der von beiden Strömungen ausgegebenen Parole – »ein Volk, ein Reich, ein Glaube« – bündig formulierten Ziel keinen Raum ließ. Mit ihrem Anspruch, im nationalsozialistischen Staat Träger der ihm konformen Kirche oder eines neuen Glaubens sein zu wollen, gerieten sie in Konflikt mit dem totalitären Herrschaftssystem und wurden durch systematische Repression von Partei- und Regierungsstellen innerhalb weniger Jahre marginalisiert.
Die völkisch-religiöse Bewegung im Nationalsozialismus kann insofern als eine komplexe Beziehungs-, vornehmlich aber als eine Konfliktgeschichte charakterisiert werden. Sie ist ein fundamentaler Baustein der multidimensionalen Religionsgeschichte des »Dritten Reiches«.

Mehr Infos zum Buch

Leserstimmen  


Eigene Leserstimme abgeben


Eigene Leserstimme abgeben

Ihr Name:*
Ihre E-Mail:*
Ihr Kommentar:*
Sicherheitscode:* Bitte Sicherheitscode eingeben

Im Kommentar sind keine HTML-Formatierungen und URLs erlaubt. Die Leserstimme wird nach Prüfung durch den Verlag hier veröffentlicht.


Titel der Reihe
Schriften des Hannah-Arendt-Instituts