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Autorenporträt

Boris Wagner-Peterson


Boris Wagner-Peterson ist Pfarrer im Dienst der Evangelischen Kirche der Pfalz.


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Boris Wagner-Peterson

Doctrina schola vitae

Zacharias Ursinus (1534-1583) als Schriftausleger

1. Auflage 2013
431 Seiten gebunden
ISBN 978-3-525-55055-7
Vandenhoeck & Ruprecht

Refo500 Academic Studies (R5AS). - Band 013

110,00 €
PDF eBook 89,99 € KAUFEN

Boris Wagner-Peterson erschließt in seiner Untersuchung erstmals das Spätwerk von Zacharias Ursinus, dem mutmaßlichen Hauptverfasser des Heidelberger Katechismus (1563). Im Zentrum steht die umfangreiche Jesaja-Vorlesung Ursinus’, die kurz vor seinem Tod entstanden ist. Wagner-Peterson untersucht zunächst diese Vorlesung auf ihre Methodik, Hermeneutik und Theologie hin: Methodisch erweist sich Ursinus als humanistisch geprägter Exeget, der in der Tradition Melanchthons grammatisch-rhetorisch das Schriftwort untersucht, aber gleichzeitig auch in der Tradition der »École rhénane« den hebräischen Urtext und die mittelalterlich-jüdische Auslegung rezipiert. Seine Hermeneutik zeigt sich in der Konzentration auf schriftgebundene doctrina und deren applicatio in verschiedene Kontexte (Kontroverstheologie, Pastoraltheologie und seelsorgerlicher Trost). Doctrina und deren applicatio zielen auf einen Glaubensgehorsam (oboedientia) des Erwählten Gottes. Die Theologie des späten Ursinus’ weist als Zentrum die doppelte Prädestinationslehre im Rahmen von Gottes Providenz auf. Wagner-Peterson vergleicht darüber hinaus exemplarisch Methodik, Hermeneutik und Theologie Ursinus’ mit Jesaja-Kommentaren vor allem des 16. Jahrhunderts anhand von Jesaja 5. In einem Ausblick zeichnet er die Entwicklung von Ursinus’ Theologie bis hin zu seinem Spätwerk nach. Als Anhang ist der Arbeit erstmalig eine Bibliographie der Schriften und Fragmente Ursinus’ beigefügt. In seinem Werk erschließt Wagner-Peterson die markante Theologie eines Exponenten des konfessionellen Zeitalters anhand seiner Schriftauslegung: Ursinus hat als »reformierter Schultheologe« bewusst als Lehrer schriftorientierte doctrina systematisch und didaktisch reflektiert entfaltet, damit doctrina Grundlage für die Orientierung im Leben und im Sterben werden konnte. Ziel seiner Bemühungen war die Durchdringung und Internalisierung der Botschaft der Schrift als lebenslanger Lernprozess der Erwählten Gottes, bei dem doctrina zur Schule für das Leben (doctrina schola vitae) werden sollte.

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Pressestimmen    
»W -P has, in this incredibly delightful book, opened up new windows of understanding of Ursinus that have been heretofore unopened. Impressive is the expression that comes to mind again and again as one reads through every word of this book. It's so very good. But it isn't finished yet.«
Zwinglius Redivivus (Jim West)


»Es handelt sich um einen überzeugenden, weiterführenden Beitrag zur Theologiegeschichte des Heidelberger Reformiertentums.«
Archiv für Reformationsgeschichte 2014


»This volume is not just commendable, it is indispensable.«
Zwinglius Redivivus, 13.08.2013
Jim West, Zwinglius Redivivus

Leserstimmen  


Reiner Andreas Neuschäfer  09.07.2013 11:03  Uhr
Eine hervorragende Studie sowohl zu Ursinus als auch zum Bibelverständnis. Der Autor versteht es, auch schwerer zugängliche Inhalte leichtfüßig zu formulieren und auf den Punkt zu bringen. Dass er trotz aller gründlichen Auseinandersetzung die Verfasserfrage Ursinus' zum Heidelberger Katechismus letztendlich offen lässt, ist ein weiteres Signal für seine konstruktiv-kritische Inblicknahme des Quellenmaterials - die Seebass-Schule lässt grüßen! Überaus empfehlenswert!

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18.03.2014

Arbeitsstelle Reformationsjubiläum und Stiftung Refo500 besiegeln Partnerschaft

Mit einer feierlichen Vertragsunterzeichnung besiegeln die Arbeitsstelle Reformationsjubiläum 2017 der Evangelisch-Lutherischen Nordkirche und die  Stiftung Refo500 am 20. März ihre Partnerschaft.
Herzlichen Glückwunsch!

Titel der Reihe
Refo500 Academic Studies (R5AS).