12.08.2015

»Eine Herkules-Aufgabe der Diplomatie«: Das Auswärtige Amt im Prozess der deutschen Einigung

25 Jahre 2+4-Vertrag | 25 Jahre deutsche Einheit
  
Eine neue Edition präsentiert bislang unveröffentlichte Dokumente aus den Verhandlungen und der Außenpolitik der beiden deutschen Staaten.
 
Deutschlands Einheit 1989/90 veränderte die Welt. Zum fünfundzwanzigsten Jubiläum der Wiedervereinigung legt das Institut für Zeitgeschichte München–Berlin diese Edition mit hundertsiebzig zum größten Teil bisher unveröffentlichten, vorzeitig frei gegebenen Dokumenten des Auswärtigen Amts und des DDR-Außenministeriums vor. Im Zentrum des Buches steht die Rolle des Auswärtigen Amts im Prozess der deutschen Einigung. Die neue Edition stelle daher »ein seit langem notwendiges Gegengewicht zu der bereits 1998 erschienenen Sonderedition aus den Akten des Bundeskanzleramtes dar«, kommentiert Professor Dr. Andreas Wirsching. Denn zusammen mit dem Kanzleramt war das Auswärtige Amt diejenige Instanz, die am intensivsten mit der außenpolitischen Sicherung der Einheit befasst war.
 
Es war »eine Herkulesaufgabe der Diplomatie, die Entscheidungen der Politik in juristisch wasserdichte Vertragstexte zu gießen«, resümiert der Bearbeiter der Edition Dr. Tim Geiger. Zumal es nicht nur um die Umsetzung der Politikerbeschlüsse ging, sondern eigene Konzeptionen mit einhergingen.
 
Ziel der Herausgeber war es, so die Bearbeiterin Dr. Heike Amos, »eine leserfreundliche Edition auf höchstem wissenschaftlichen Niveau« vorzulegen. Leichten Einstieg und Orientierung sollen die Einleitung, die konzise Kommentierung, der farbige anschauliche Bilderbogen sowie ein chronologisches Verzeichnis aller Dokumente und nicht zuletzt das Personen- und Sachregister bieten.


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