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Sascha Topp

Geschichte als Argument in der Nachkriegsmedizin

Formen der Vergegenwärtigung der nationalsozialistischen Euthanasie zwischen Politisierung und Historiographie

1. Auflage 2013
370 Seiten
ISBN 978-3-8470-0127-0
V&R unipress

Formen der Erinnerung. - Band 053

44,99 €
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Etwa 300.000 psychisch erkrankte sowie geistig und körperlich beeinträchtigte Patienten wurden während des Zweiten Weltkriegs von Ärzten ermordet. Neben den massenhaften Zwangssterilisationen und medizinischen Menschenversuchen in Konzentrationslagern gehört diese Tatsache zu den prekärsten Vergangenheitsinhalten, mit denen es die deutsche Medizin seit 1945 zu tun hatte. In welchen historischen Konstellationen kam es dazu, dass NS-Euthanasie-Verbrechen in der Nachkriegsmedizin thematisiert wurden? Und welche Bedeutung wurde der Vergangenheit zugewiesen? Sascha Topp dokumentiert und analysiert anhand ausgewählter Beispiele von Medizinergruppen die Entwicklung von der teils systematischen Abwehr zur zumindest partiellen Verinnerlichung der prekären Vergangenheit in das ›kollektiv‹ geteilte ärztliche Selbstbild. Sein Buch steht damit im breiteren Kontext erinnerungskultureller Studien zum gesellschaftlichen Umgang mit Nationalsozialismus und Holocaust in Deutschland.

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23.11.2015

Ausgezeichnet!

Dr. Sascha Topp ist für seine Studie »Geschichte als Argument in der Nachkriegsmedizin« mit dem zweiten Preis des Herbert-Lewin-Forschungspreises ausgezeichnet worden. Der Preis ist mit insgesamt 12.500€ dotiert und ehrt herausragende wissenschaftliche Arbeiten zur Erforschung der Rolle der Ärzteschaft in der Zeit des Nationalsozialismus. Wir gratulieren unserem Autor!

Titel der Reihe
Formen der Erinnerung.