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Herausgeberporträt

Frank Bösch


Frank Bösch

Frank Bösch ist Direktor des Zentrums für Zeithistorische Forschung (ZZF) und Professor für deutsche und europäische Geschichte des 20. Jahrhunderts an der Universität Potsdam.


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Mit Beiträgen von

Ralf Ahrens (Potsdam), Frank Bösch (Potsdam), Jutta Braun (Berlin), Christoph Classen (Potsdam), Jürgen Danyel (Potsdam), Emmanuel Droit (Berlin), Jens Gieseke (Potsdam), André Steiner (Potsdam), Rüdiger Hachtmann (Potsdam), Andreas Ludwig (Potsdam), Maren Möhring (Leipzig), Christopher Neumaier (Potsdam), Wilfried Rudloff (Kassel), Annette Schuhmann (Potsdam), Winfried Süß (Potsdam), Frank Uekötter (Birmingham, GB)

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Frank Bösch (Hg.)

Geteilte Geschichte

Ost- und Westdeutschland 1970–2000

1. Auflage 2015
491 Seiten mit 6 Abb. und 7 Tab. gebunden
ISBN 978-3-525-30083-1
Vandenhoeck & Ruprecht

35,00 €
PDF eBook 27,99 € KAUFEN

Die Geschichte der beiden deutschen Teilstaaten wird meist getrennt behandelt. Dieses Buch wählt hingegen eine gesamtdeutsche Perspektive auf die Gesellschaftsgeschichte der Teilung und Wiedervereinigung. Es fragt vor allem, wie Ost- und Westdeutschland auf zwei unterschiedliche Umbrüche reagierten: auf die neuen Herausforderungen und Krisen der 1970er Jahre und auf die Wiedervereinigung. Auf diese Weise zeigt es bisher wenig beachtete innerdeutsche Bezüge, aber auch lang wirkende Differenzen. Dabei spannt das Buch einen breiten Bogen, der vom Wandel des Politischen, der Arbeit und der Wirtschaft über Migration und Umweltfragen bis hin zur neuen Bedeutung von Medien, Sport und Bildung reicht.
Obwohl beide deutschen Staaten in den 1970/80er Jahren mehr Eigenständigkeit entwickelten, blieben sie in vielen Bereichen aufeinander bezogen. Übergreifende neue europäische Trends, wie die Expansion des Sozialstaats, vollzogen sich in wechselseitiger Beobachtung und Konkurrenz. Umweltprobleme oder die Ölkrisen machten eben nicht an der Mauer halt und in beiden Teilstaaten entstand ein Massentourismus. Ebenso setzten westliche Innovationen, wie die Computerisierung oder die neuen Protestbewegungen, auch die DDR unter Druck. Deutlich wird dabei, dass besonders die DDR stark auf die Bundesrepublik bezogen blieb, was mit zu ihrem Niedergang beitrug. Zugleich zeigt das Buch die Differenzen und das Auseinanderwachsen von Ost und West, wodurch fortbestehende Unterschiede nach 1990 historisch erklärt werden.

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Inhalt    Alles anzeigen

Frank Bösch
Geteilt und verbunden. Perspektiven auf die deutsche Geschichte seit den 1970er Jahren

Frank Bösch / Jens Gieseke
Der Wandel des Politischen in Ost und West

Ralf Ahrens / André Steiner
Wirtschaftskrisen, Strukturwandel und internationale Verflechtung

Frank Uekötter
Ökologische Verflechtungen. Umrisse einer grünen Zeitgeschichte

Winfried Süß
Soziale Sicherheit und soziale Ungleichheit in wohlfahrtsstaatlich formierten Gesellschaften

Rüdiger Hachtmann
Rationalisierung, Automatisierung, Digitalisierung. Arbeit im Wandel

Christopher Neumaier / Andreas Ludwig
Individualisierung der Lebenswelten. Konsum, Wohnkultur und Familienstrukturen

Jürgen Danyel / Annette Schuhmann
Wege in die digitale Moderne. Computerisierung als gesellschaftlicher Wandel

Emmanuel Droit / Wilfried Rudloff
Vom deutsch-deutschen »Bildungswettlauf« zum internationalen »Bildungswettbewerb«

Maren Möhring
Mobilität und Migration in und zwischen Ost und West

Jutta Braun
Wettkampf zwischen Ost und West. Sport und Gesellschaft

Frank Bösch / Christoph Classen
Bridge over troubled Water? Deutsch-deutsche Massenmedien

Verzeichnis der Autorinnen und Autoren

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