28.01.2015

»Hinter vorgehaltener Hand«

Pressemitteilung

»Hinter vorgehaltener Hand« untersucht auch freiwillige Denunziation in der DDR
Neue BStU-Studie zur historischen Denunziationsforschung


Welchen Stellenwert hat die Denunziation in einer Diktatur? Wie lässt sich das Phänomen beschreiben? Und wie vergleicht es sich durch verschiedene Systeme der neueren Geschichte?
In »Hinter vorgehaltener Hand. Studien zur historischen Denunziationsforschung« analysieren die Herausgeberin Dr. Anita Krätzner und weitere AutorInnen ver­schiedene Erscheinungsformen von Denunziation und Denunzianten und erläutern ihre Interaktionen mit dem Staat.
 
Neben der »klassischen« Denunziation (als Anzeige an eine überge­ordnete Instanz) werden auch die Schwerpunkte organisiertes Spitzel­wesen, Verrat und Vertrauensbruch, Informationsweitergabe und Zuträgerschaft analysiert, um die Betrachtung des Gegenstandes zu er­weitern. Für die DDR-Forschung regt der Band an, die bisher aus­schließlich im Fokus stehenden inoffiziellen Mitarbeiter (IM) der Staatssicherheit im Kontext von freiwilliger und spontaner Denunzia­tion zu untersuchen. Diese Weitung des Ansatzes auf die Gesellschaft in einer Diktatur verspricht gerade im Hinblick auf den historischen Vergleich wesentliche neue Erkenntnisse.
 
Die Autoren spannen einen Bogen vom Vormärz, über den National­sozialismus bis hin zur DDR-Zeit, deren Behandlung rund um die Aktivitäten des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) einen beson­deren Schwerpunkt bildet.

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