Im Gespräch mit Thomas Kaufmann: Martin Luther und die Reformation

2017 jährt sich Luthers Thesenanschlag zum 500. Mal. Anlässlich dieses Ereignisses stellte sich der Göttinger Kirchenhistoriker und Vorsitzende des Vereins für Reformationsgeschichte Prof. Dr. Thomas Kaufmann den Fragen von Ingeborg Lüdtke rund um Luther und die Reformation.




 

Thomas Kaufmann bei V&R…
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Ingeborg Lüdtke: Die Evangelische Kirche in Deutschland ist der Zusammenschluss von selbstständigen lutherischen, reformierten und unierten Landeskirchen. Ihnen gehören 14.800 rechtlich selbstständige Kirchengemeinden an.
Was würde Martin Luther heute dazu sagen? Ist die Reformation gescheitert?


Thomas Kaufmann: Luther hat Kirche in erster Linie von der Gemeinde her gedacht. Insofern ist die große Zahl selbstständig existierender Gemeinden kein Skandal. Luther hat versucht, im Rahmen des ihm Möglichen das Landeskirchentum zu stärken. Das war unter den Bedingungen des 16. Jahrhunderts realistisch. Die Landesherren haben dann innerhalb ihres politischen Zuständigkeitsbereichs eine kirchliche Ordnung aufgebaut, die für diesen Bereich einheitlich war. Es lag ihm daran, dass man nicht in einem Dorf so das Abendmahl feiert und in einem anderen Dorf anders. Diese Funktion ist, glaube ich, nach wie vor durchaus zentral. Andernfalls ist das regelmäßig ein Anlass für unsinnige und unnötige Konflikte. Wie Luther ansonsten unsere theologische oder kirchliche Gesamtlage beurteilen würde, ist schwer zu sagen. Klar ist, dass wir heute mit der allergrößten Selbstverständlichkeit in einer Stadt wie Göttingen unterschiedliche Kirchen haben: die Reformierten, die Mehrheitskirche: die Lutheraner, die katholische Kirche, kirchliche Gemeinschaften, Gruppen, Baptisten, Mennoniten usw. Das wäre für Luther unvorstellbar gewesen. Er hat im Prinzip an der Vorstellung festge-halten, das innerhalb eines Gemeinwesens auch eine Religion zu herrschen habe. Dass es heute eine jüdische Gemeinde in Göttingen gibt, empfinden wir als ein großes Glück, ja als Segen. Für Luther wäre das anstößig gewesen.

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IL: Wenn man über die Reformation spricht, kommt man an Martin Luther nicht vor-bei. Allerdings hat sich die Sicht auf Martin Luther verändert. Anfangs wurde er fast als Messias verehrt und seine Verdienste an der Bibelübersetzung wurden hervorgehoben. Heute wird seine antijüdische und antiislamische Gesinnung offen angesprochen.
Wie wird Martin Luther heute gesehen?


TK: Das Lutherbild ist heute sicher vielfältiger denn je. Ich denke mal, am Buchmarkt kann man studieren, dass sehr unterschiedliche Zugänge zu Luther gesucht werden. Dieses plurale Lutherbild ist aus meiner Sicht kein Schaden, sondern in einer pluralen Gesellschaft geradezu zwangsläufig und selbstverständlich. Luther ist keine eindeutig heroische Identifikationsfigur mehr. Das hängt mit den hochgradigen Ambivalenzen bei den Themen zusammen, die uns heute besonders beschäftigen – multireligiöse Gesellschaften, der Umgang mit dem Islam, Verhältnis zum Judentum –, Fragen, die bei Luther Antworten finden, die für unsere Zeit und unsere Gesellschaft keineswegs befriedigend sein können. Unterschiedliche Zugänge und gesellschaftliche Entwicklungen rücken uns in Distanz zu Luther. Ich denke auch, dass es für eine weltanschaulich vielfältige plurale Gesellschaft nicht ohne Weiteres sinnvoll und möglich ist, einzelne Individuen als Leitikonen zu verehren. Das wird bei keiner Gestalt gelingen, es würde auch in Bezug auf Goethe scheitern und andere sozusagen sehr stark akzentuierte und positivierte Gestalten in der deutschen Vergangenheit. Insofern macht diese Entwicklung vor Luther nicht halt. Heute sehen wir darüber hinaus, dass neben Luther eine ganze Reihe anderer Akteure, die in der Vergangenheit wenig betont wurden, wichtig waren und den Prozess der Reformation entscheidend mitbestimmt haben.

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IL: Ein gesellschaftlicher und religiöser Umbruch kommt ja nicht von heute auf morgen. Welche Veränderungen machten den Weg für Luthers Theologie frei?

TK: Luthers Theologie hat sich einerseits entwickelt vor dem Hintergrund eines bestehenden theologischen Schulsystems, von dem er sich, je länger desto mehr, absetzte. Wir nennen dieses Schulsystem „scholastische Theologie“. Sie war dadurch gekennzeichnet, dass man sich in der Logik an Aristoteles orientierte, dass man eine strenge logische Argumentation praktizierte und dass Schriftzeugnisse neben Traditionszeugnissen gegenüber Vernunftargumenten gleichsam nivelliert wurden. Luther lag daran, einen Zugang zu Gott und zur Theologie ausschließlich durch die Heilige Schrift zu gewinnen. Diese Einseitigkeit führte dazu, dass wesentliche Teile der scholastischen Theologie oder Traditionsbestände, aber auch Argumentationsstrategien, für ihn nicht mehr in Frage kamen. Luther war in dieser Hinsicht durchaus ein Kind seiner Zeit, denn die Scholastik wurde auch von anderen Intellektuellen kritisiert. Die sogenannten Humanisten – Erasmus von Rotterdam usw. – stemmten sich dagegen, dass die Scholastik, die durch eine besonders dürftige Form des Lateinischen gekennzeichnet war, dominierte. Luther knüpfte an diese Tendenzen an. Hinzu kommt eine weitere Quelle, die gemeinhin als „deutsche Mystik“ angezeigt wird. Luther las erbauliche Schriften in der deutschen Sprache, und ihm lag sehr daran, dass nicht nur in der Schule, sondern auch auf der Kanzel, auch unter dem gemeinen Mann, dieselben theologischen Gedanken und Ideen verbreitet wurden. Das, was für die scholastische Universitätstheologie charakteristisch war, nämlich eine Theologie in erster Linie für Gelehrte zu produzieren, war ihm anstößig. Er wollte, dass die Theologie den öffentlichen Raum erreicht und keine andere Theologie von der Kanzel verkündet wird, als die, die im Hörsaal unterrichtet wird.

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IL: Anfangs wollte Martin Luther nur die katholische Kirche verändern. Woran übte er in seinen 95 Thesen Kritik?

TK: Die 95 Thesen bezogen sich auf das Ablasswesen. Ablass zielt darauf, die Sünden, die durch entsprechende Bußleistungen zu kompensieren sind, zu tilgen, also eine offen gebliebene Sündenschuld, die durch entsprechende Gebetsleistung und durch entsprechende Bußleistung, Fasten etc. zu kompensieren wäre, durch einen Ablass zu tilgen. Luther sah in dem Ablasswesen eine Verflachung der Buße. Für ihn war christliches Leben entscheidend durch Bu-ße geprägt und von daher darauf ausgerichtet, sich in radikaler Nachfolge Jesu zu bewegen. Das Bußinstitut lag ihm insofern am Herzen und der Ablass sozusagen als Aushöhlung, als Abschwächung der Buße bedeutete für ihn eine Verflachung des Christentums, der christlichen Existenz. Er hat im Grunde die harten Maßstäbe einer Bußexistenz, die er als Mönch gewohnt war, auf jeden Christen angewandt, also eine radikale Verschärfung der Bußanstrengung, die er auf der anderen Seite dadurch kompensiert hat, dass dem Christen die Gnade Gottes geschenkt wird, also nicht als Ergebnis eigener Anstrengungen gilt.

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L: Was führte dazu, dass sich Luther radikal von der katholischen Kirche abwandte?

TK: Die Auseinanderentwicklung zwischen Luther und der zeitgenössischen katholischen Kirche war im Grunde eine wechselseitige Bewegung. Ich würde schon sagen: Auf der einen Seite wurde Luther verworfen und verstoßen, auf der anderen Seite hat er diese Verwerfung bejaht. Dreh- und Angelpunkt ist die Verurteilung durch die Papstkirche – in Gestalt der Bulle Exsurge Domine vom Juni 1520, die Luther dann mit der Verbrennung dieser Bulle und des kanonischen Rechts, der Rechtsgrundlage der Römischen Kirche, beantwortet hat. Auf die Exkommunikation, die ihm widerfuhr, hat er im Grunde mit einer Gegenexkommunikation der Papstkirche reagiert. Es ist ein wechselseitiges Ausgrenzungsphänomen, das im Wesentlichen den Grund darin hat, dass Luthers Lehre, wie er immer wieder feststellte, nicht widerlegt worden ist, sondern dass er kraft eines rechtlichen Willküraktes verurteilt wurde und die 40 Lehrsätze, die die Grundlage der Verdammung bildeten, also die Grundlage von Exsurge Domine, sehr willkürlich herausgepickt waren und Sachverhalte in Frage stellten, von denen er der Überzeugung war – über weite Strecken mit gutem Grund – dass sie biblisch begründet sind. Also dieser Willkürakt ohne Widerlegung durch die Heilige Schrift hat ihn in eine nicht wieder zu korrigierende Distanz zum Machtapparat Römische Kirche gebracht.

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IL: Wieso zeigte die Reformation anfangs in Göttingen wenig Wirkung?

TK: Göttingen gehört hinein in die relativ späten oder phasenverzögerten hansestädtischen norddeutschen Reformationen. Die relativ verzögerte reformatorische Entwicklung in einer Stadt wie Göttingen führe ich in erster Linie auf sprachgeschichtliche Sachverhalte zurück. Göttingen gehörte zum niederdeutschen Sprachgebiet und die reformatorische Publizistik vollzog sich weitestgehend in der frühneuhochdeutschen Sprache. Also, Texte Luthers wurden nur in einer sehr geringen Dichte an einem Ort wie Göttingen rezipiert. Von den Anfängen der reformatorischen Bewegung in Göttingen wissen wir, dass es Tuchknappen waren, dass es die reformatorischen Lieder waren, die zur Identitätsbildung geführt haben, die zu Parteibildung und dann zu Konfrontationen führten. Also gegen diesen Bartholomä-Umzug oder Umzug gegen die englischen Schweißer am Bartholomäustag stellten sich, stemmten sich Lutherlieder singende Tuchknappen. Das ist eine Konstellation, die wir in verschiedenen Hansestädten haben, die für einen Reformationsprozess sprechen, der nicht von den Intellektuellen und administrativen Eliten ausging, sondern eher von Handwerkergruppen, die mobil machten. Das ist in den oberdeutschen Reformationen vielfach anders, da sind es sozusagen die Eliten, die über Lektüreprozesse relativ schnell reformatorische Inhalte aufnehmen. Hinzu kommt im Fall Göttingens, dass es eine Landstadt ist, die von den Calenberger Herzögen regiert wird, und so die Entscheidung zugunsten der Reformation in einem offenen Widerspruch zur religionspolitischen Richtung des Landesherrn stand. Das setzte Konfliktpotenzial frei.

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IL: Martin Luther war nicht der Erste, der die Bibel ins Deutsche übersetzte. Das Be-sondere an seiner Bibelübersetzung war, dass sie auch das Volk verstand. Sie vereinheit-lichte die vielen deutschen Dialekte.
Hat Luther direkt aus den Ursprachen übersetzt oder teilweise aus der lateinischen Übersetzung von Erasmus von Rotterdam und der Vulgata?


TK: Luther hat mit der Bibelübersetzung sicher eine besonders bedeutende und ihm auch besonders wichtige Leistung vollbracht. Was die sprachgeschichtliche Dimension angeht, würde ich sehr stark betonen, dass ein Vereinheitlichungsprozess des Frühneuhochdeutschen in der Schriftsprache bereits vor Luther, durch den sächsischen Kanzleidialekt und die Sprache am Kaiserhof eingeleitet war. Es gab diese Schriftsprache bereits. Für Luthers Übersetzung an sich entscheidend war, dass er von den Möglichkeiten der Zielsprache – also des Deutschen – her gedacht hat, also: „Was klingt angemessen? Wie würde man es auf Deutsch ausdrücken?“ Er bricht damit mit der Übersetzungstheorie, die möglichst nah am Original zu bleiben ver-sucht. Luther hat für seine Übersetzung grundsätzlich die Ursprachen zugrunde gelegt, also das Hebräische für das Alte Testament, das Griechische für das Neue Testament. Aber er war geprägt durch die Vulgata, die lateinische Ausgabe der Bibel, die hatte er im Kopf. Luther hat jahrein, jahraus zweimal im Jahr die ganze Bibel durchgelesen, also er kannte die Bibel über weite Strecken sogar auswendig. Das sieht man vielfach auch an seinen falschen Zitaten, er zitiert aus dem Kopf, er schlägt in der Regel nicht nach. Dadurch war natürlich immer schon sehr viel an Vulgata in seiner Lektüre und Übersetzung des griechischen Neuen Testaments. Also, man kann es nicht voneinander trennen. 
Erasmus ist wichtig – er hat das Novum Instrumentum des Erasmus seit 1516 nachweislich benutzt. Erasmus war deshalb wichtig, weil seine lateinische Übersetzung die dominierende Geltung der Vulgata als der Normübersetzung – der lateinischen Normübersetzung in der Römisch-Katholischen Kirche – relativiert hat. Also der Blick in Erasmus‘ Novum Instrumentum war für Luther sozusagen Tagesgeschäft und ist an vielen Stellen genutzt worden, um einen ihm problematisch erscheinenden Sinn der Vulgata im Deutschen zu bereinigen. Es ist ein Übersetzungsprozess, den Luther in Bezug auf das Alte Testament in Teamarbeit vollzogen hat. Dabei muss man sich immer eine Handbibliothek vorstellen, wo man nachgeschaut hat und wo man versucht hat, insbesondere bei schwierigen hebräischen Vokabeln, die nur einmal belegt waren – soge-nannte „Hapax Legomena“ – herauszufinden, was überhaupt gemeint ist.

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IL: Roland Bainton schreibt in seiner Lutherbiographie, dass Luther die Psalmen recht frei übersetzte. Auch erwähnt er, dass er die „Rechtfertigung durch Glauben“ als „Rechtfertigung allein durch den Glauben“ übersetzte.
Wie genau ist Luthers Bibelübersetzung?


TK: Das war schon im 16. Jahrhundert ein Streitgegenstand. Luther hat sich im Sendbrief vom Dolmetschen ausführlich mit dieser Frage beschäftigt, ob es legitim war, dass er in Römer 3,28 „allein“ aus dem Glauben gerechtfertigt eingesetzt hat. Es steht nicht im Griechischen, auch nicht im Lateinischen. Es ist eine Interpretation und Luther hat sich damit verteidigt, dass er diese Partikel eingefügt hat, um den Sinn des Verses zu verdeutlichen und die Aussage des Apostels zu präzisieren. Das ist ein interpretativer Eingriff, aber wir alle wissen, dass Übersetzungen immer Interpretationen sind, d. h. es gibt keine interpretationsfreie Übersetzung. Luther wollte das Verständnis dieses Verses schärfen, und so ist er an einer ganzen Reihe von Stellen verfahren. Grund dafür, dass wir Theologen nach wie vor die alten Sprachen lernen, um Übersetzungsentscheidungen dieser Art einschätzen zu können und sie ggf. auch korrigieren zu können.

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IL: Martin Luther legte Wert auf den Gebrauch des Namens Gottes. Er schreibt in sei-ner Bibelübersetzung anstelle des Gottesnamens aber HERR in Großbuchstaben. Da-mals war es üblich, den Namen Jehova zu gebrauchen.
 
TK: Also das Wort Jehova ist eine spezielle Aussprache des alttestamentlichen Gottesnamens.
Es ist das Tetragramm, der nicht aussprechliche Gottesname mit Vokalzeichen – das Hebräische hat ja Konsonanten, Buchstaben und Vokalzeichen – mit den Vokalzeichen des Wortes Elohim, dem Gattungsnamen für Gott, was diese Aussprache ergibt. Luther schreibt in der Übersetzung in der Regel da, wo Jachwe oder Jehova mit der Vokalisation Adonai steht, HERR.

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IL: Was hat die Reformation der christlichen Welt gebracht?

TK: Die Reformation hat der christlichen Welt Differenzierung gebracht, eine neue Verständigung über ihre Grundlagen. Sie hat heilsame Unruhe in ein hierarchisches Kirchensystem gebracht, und sie ist, so würde ich nach wie vor sagen, ein Quell der Beunruhigung der heute bestehenden real existierenden evangelischen Kirche, weil der Rekurs auf die Reformation, insbesondere die frühe Reformation, zeigt, wie viel an Möglichkeiten, an Gärung bestanden hat. Die Reformation ist insofern ein sehr deutlich auch über sich hinaus gehender Entwick-lungsfaktor auf dem Weg zur westlichen Moderne geworden. Die westliche Moderne ist nicht allein das Produkt der Reformation Aber durch Impulse, die von der Reformation ausgegangen sind, in bildungsgeschichtlicher Hinsicht, auch im Hinblick auf das Priestertum aller Glaubenden – also Partizipation, Mitwirkung etc. – sind Impulse im 16. Jahrhundert freigesetzt worden, an die man sich in späteren Zeiten erinnert hat, die man aufgenommen hat, die man weitergeführt hat und die dann auch zu gesellschaftlichen Veränderungen geführt haben. Etwa über die Neuaufnahme des Priestertums aller Glaubenden im Pietismus haben sich Impulse freigesetzt, die dann in anderen gesellschaftlichen Kontexten, etwa in Nordamerika, auch demokratische Entwicklungen heraufgeführt haben. Insofern sind die Wirkungen, die von der Reformation ausgegangen sind, sehr vielfältig, teilweise diffus, aber bis heute intakt.

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© Ingeborg Lüdtke und Thomas Kaufmann