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Autorenporträt

Jakob Zollmann


Dr. Jakob Zollmann hat Geschichte und Rechtswissenschaft in Berlin, Paris und San Francisco studiert und arbeitet als Unternehmensjurist.


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Jakob Zollmann

Koloniale Herrschaft und ihre Grenzen

Die Kolonialpolizei in Deutsch-Südwestafrika 1894–1915

1. Auflage 2010
400 Seiten mit zwei Karten gebunden
ISBN 978-3-525-37018-6
Vandenhoeck & Ruprecht

Kritische Studien zur Geschichtswissenschaft - Band 191

70,00 €

Ausgezeichnet mit dem Förderpreis Geisteswissenschaften International – Preis zur Förderung der Übersetzung geisteswissenschaftlicher Literatur

Die »Kaiserliche berittene Landespolizei für Deutsch-Südwestafrika« wurde, nachdem Vorläuferversuche mit privaten und Militärpolizisten sich als wenig erfolgreich erwiesen hatten, 1905 gegründet. Da jedoch auf Grund des Krieges gegen Herero und Nama (1904–1907) eine organisatorische Umsetzung der Pläne nicht möglich war, wurde erst ab 1907 mit der verstärkten Rekrutierung von Personal und dem Ausbau eines Netzes von Polizeistationen begonnen. Der »Landespolizei« oblag es, neben den auch im Deutschen Reich üblichen Polizeiaufgaben, die sogenannte »Eingeborenengesetzgebung« mit Passzwang, Melde- und Arbeitspflicht durchzusetzen.

Etwa 500 meist aus der (militärischen) »Schutztruppe« übernommene Unteroffiziere sowie 370 afrikanische »Polizeidiener» sollten bis 1914 auf rund 110 Polizeistationen und Depots über weite Teile des »Schutzgebiets« innerhalb einer so genannten »Polizeizone« verteilt werden. Etatkürzungen behinderten den Ausbau des Stationsnetzes permanent.
Die Arbeit analysiert die organisatorischen und personellen Grundlagen der Polizeiarbeit in der Kolonie, die – klimabedingt – die einzige »Siedlungskolonie« war, in die die deutschen Auswandererströme umgelenkt werden sollten. Darüber hinaus werden die koloniale Strafpraxis gegen Afrikaner und Europäer dargestellt sowie das Wirken der »Landespolizei« in den verschiedenen »herrschaftsnahen« und »herrschaftsfernen« Räumen: der Kolonialstadt Windhoek; dem Farmgebiet und dem Norden der Kolonie jenseits der Polizeizone, innerhalb derer Europäern eine Ansiedlung gestattet war. Die Analyse dieser Tätigkeitsfelder illustriert den unterschiedlichen Wirkungsgrad kolonialer Herrschaft innerhalb einer Kolonie und zeigt deren gelegentliche Schwäche gegenüber der Bevölkerung afrikanischer wie europäischer Herkunft auf.

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Mediathek

Pressestimmen    
»...dichte Dokumentation kolonialer Herrschaftspraxis vor Ort, die in einem gut lesbaren, empirisch umfassend untermauerten, theoretisch ambitionierten und implizit komparativen Text vorgetragen wird.«
sehepunkte (Andreas Fahrmeir)
Zur vollständigen Besprechung

»...Zollmann's study is an important contribution to colonial history.«
Oxford Journal - German Institute (Alois Maderspacher)


»[…] the book is of great value.«
Journal of Namibian Studies (Andreas Eckl)


»... funiderte[r] Studie mit innovativen theoretischen und komparativen Ansätzen...«
Historische Zeitschrift (Tanja Bührer)


»... eine wichtige, die kolonialgeschichtlichen Diskurse anregende und die Rechtsgeschichte in der deutschen Kolonialforschung fundamentierende Arbeit, die Akzente für künftige rechtshistorische Untersuchungen im Umfeld der Kolonialhistographie setzt.«
afrika süd (Ulrich van der Heyden)


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