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Autorenporträt

Jan-Andrea Bernhard


PD Dr. theol. Jan-Andrea Bernhard ist Lehrbeauftragter an der theologischen und philosophischen Fakultät der Universität Zürich.


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Jan-Andrea Bernhard

Konsolidierung des reformierten Bekenntnisses im Reich der Stephanskrone

Ein Beitrag zur Kommunikationsgeschichte zwischen Ungarn und der Schweiz in der frühen Neuzeit (1500-1700)

2. Auflage 2017
800 Seiten mit 3 Abb.
ISBN 978-3-647-55070-1
Vandenhoeck & Ruprecht

Refo500 Academic Studies (R5AS). - Band 019

79,99 €
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Jan-Andrea Bernhard untersucht die Beziehungsgeschichte zwischen der Schweiz und Ungarn im 16. und 17. Jahrhundert. In der Forschung ungeklärt ist die Frage, warum die ungarische Reformation sich in ihrer Mehrheit dem helvetischen Bekenntnis angeschlossen hatte, obwohl sich die reformatorischen Kontakte nach Deutschland weit intensiver gestaltet haben. Daraufhin untersucht Bernhard das Quellenmaterial und die Forschungsliteratur erstmals länder- und sprachübergreifend in umfassender Weise. Bei der Beschäftigung mit dem Quellenmaterial war die kommunikationsgeschichtliche Fragestellung, wie sich der Wissenstransfer zwischen der Schweiz und Ungarn in der Frühen Neuzeit gestaltete, leitend.
Die Untersuchung entmythologisiert die ungarische (Kirchen-)Geschichtsschreibung in mehreren Bereichen. So kann nachgewiesen werden, dass bis Mitte des 16. Jahrhundert studia humanitatis und reformatio nicht getrennt wurden, die ungarische Reformation in ihren Anfängen keine lutherische war, sondern eine via media im Sinne Melanchthons, Calvins oder anderer vertrat. Weiter ist die Konsolidierung des helvetischen Bekenntnisses in Ungarn nicht nur der Rezeption der Confessio Helvetica posterior (1566) zuzuschreiben, sondern wesentlich auch der großen Verbreitung von reformatorischen Helvetica (Calvin, Bullinger, de Bèze, Gwalther, usw.), welche bis in das 17. Jahrhundert anhielt. Schließlich haben theologische Kontakte und reformierte Verbundenheit das diakonische Engagement zugunsten der verfolgten Protestanten in Ungarn zur Zeit des Absolutismus wesentlich beherrscht, so dass die reformierte Orthodoxie in Ungarn Ende des 17. Jahrhunderts ihren Höhepunkt erreichte. Mit dieser Arbeit gelingt Bernhard ein Meilenstein in der Fachliteratur zur Beziehungsgeschichte zwischen Ungarn und der Schweiz.

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Pressestimmen    
»Die Arbeit bietet freilich mehr, eine Vielzahl origineller Fragestellungen und Beobachtungen auf längst bearbeiteten Feldern und ebenso in Bereichen, die die Forschung allzu lange nicht oder kaum bearbeitet hat. Die Arbeit ist insofern, ganz unabhängig davon, ob man den Hauptergebnissen folgt oder nicht, ohne Zweifel eine weiterführende Leistung im besten Sinne des Wortes. Sie zeigt klar die Grenzen und Aporien der lange vorherrschenden Erklärungsmodelle und schlägt mit Besonnenheit neue, nachgehenswerte Wege vor.«
Religion & Gesellschaft in Ost und West (Prof. em. Emidio Campi), Heft: 12 (2016)


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