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Autorenporträt

Dagmar Pöpping


Dagmar Pöpping

Dr. Dagmar Pöpping ist wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Forschungsstelle für Kirchliche Zeitgeschichte mit Sitz an der LMU München.


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Dagmar Pöpping

Kriegspfarrer an der Ostfront

Evangelische und katholische Wehrmachtseelsorge im Vernichtungskrieg 1941–1945

1. Auflage 2017
275 Seiten mit 17 Abb. gebunden
ISBN 978-3-525-55788-4
Vandenhoeck & Ruprecht

Arbeiten zur Kirchlichen Zeitgeschichte. - Band 066

70,00 €
Bei Abnahme der Reihe: 59,50 €
PDF eBook 59,99 € KAUFEN

Kriegs- und Wehrmachtpfarrer waren an allen Feldzügen des Zweiten Weltkriegs beteiligt. Im Krieg gegen die Sowjetunion wurden sie Zeugen von Massenverbrechen an Juden und anderen Zivilisten sowie an den sowjetischen Kriegsgefangenen. Gestützt auf
zahlreiche Quellen, unter anderem auf Tagebücher von evangelischer und katholischer Seite, geht Dagmar Pöpping der Frage nach, wie diese Geistlichen, die dem Gebot der Nächstenliebe verpflichtet waren, Teil eines militärischen Apparates werden konnten, der einen brutalen Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion führte, während sie selbst den Krieg im Gefühl moralischer Unschuld, ja sogar einer besonderen moralischen Leistung erlebten.Ein Schwerpunkt der Studie liegt auf der Doppelrolle der Kriegspfarrer als Offiziere der Wehrmacht auf der einen Seite und als Geistliche ihrer Kirchen auf der anderen.
Diese Rolle verschaffte den Kriegspfarrern das Bewusstsein innerer Unabhängigkeit, die es ihnen rückblickend sogar erlaubte, sich mit Blick auf die im Nationalsozialismus bedrängten Kirchen als Opfer des Nationalsozialismus oder sogar als Teil des Widerstandes gegen den NS-Staat zu stilisieren.
Ein zweiter Schwerpunkt liegt auf der theologischen Interpretation des Ostkrieges als Kampf gegen den „gottlosen Bolschewismus“. Diese Sichtweise ermöglichte es den Kriegspfarrern den Angriff auf die Sowjetunion nicht als nationalsozialistischen Vernichtungskrieg wahrzunehmen, sondern als einen christlichen Feldzug zu legitimieren.

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Pressestimmen    
»[...] ist insgesamt festzustellen, dass dieses souveräne, prägnant formulierte Werk ein Muss für die historische Erforschung der NS-Zeit ist. Jeder, der sich mit der Rolle der Kirchen in der NS-Gesellschaft auseinandersetzt, wird Pöppings kluges und kompaktes Buch konsultieren müssen. Denn sie belegt mit großer Sachlichkeit, was immer noch gerne ausgeblendet wird: Der Vernichtungskrieg fand den Segen beider Kirchen.«
Zeitschrift für Geschichtswissenschaft (Bernward Dörner), Heft: 6 (2017)


»Insgesamt bietet diese Arbeit einen anregenden Einblick in einem immer noch weitgehend unerschlossenen Bereich der Kirchlichen Zeitgeschichte.«
Theologische Literaturzeitung (Martin Greschat), Heft: 5 (2017), Sp. 530


»Es ist ein sehr lehrreiches Buch. Nicht nur, was die Aufklärung über die Arbeit der evangelischen und der katholischen Wehrmachtsseelsorge dieser Jahre angeht, sondern der Leser erfährt auch viel darüber, wie wir Menschen - womöglich auch er selbst - funktionieren. Das Geschick, mit dem Pfarrer beider Konfessionen die Heilsbotschaft so lange zurechtbogen, bis sie genau auf diesen Vernichtungskrieg passte, wird selten so deutlich wie hier.«
Zur Quelle.
Perlentaucher.de (Arno Widmann), 24.04.2017


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Arbeiten zur Kirchlichen Zeitgeschichte.