Praxis der Kinderpsychologie 2012 Jg. 61 Heft 01
Ergebnisse aus Psychotherapie, Beratung u.Psychiatrie
Heft 2012 / 61,1E
ISSN 0032-7034
Beiträge aus Praxis und Forschung, die sich mit Störungen der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen sowie deren psychotherapeutischer Behandlung beschäftigen.
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Inhalte
Heft 2012 / 61,1E
S. 4 - 15
S. 4 - 15
Paul L. Plener,
Joana Straub
et al.
Erhebung von Suizidgedanken bei Jugendlichen: Vergleich zweier Instrumente
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Schlagworte: Suizidalität Jugendliche, Prävalenz, Suizidgedanken, Suizidversuche
Zusammenfassung: Zur validen Erhebung suizidalen Verhaltens in epidemiologischen Studien bedarf es standardisierter Messinstrumente. Die Formulierung der Fragestellung kann dabei Einfluss auf das Ergebnis nehmen. Im Rahmen der vorliegenden Studie wurden bei einer jugendlichen Stichprobe (n = 665, mittleres Alter: 14,8, SD: 0,66) der Self-Harm Behavior Questionnaire (SHBQ) und das Ottawa Self-Injury Inventory (OSI) hinsichtlich ihrer Übereinstimmung in der Erhebung der Prävalenz von Suizidgedanken verglichen. Hierbei wurden eine Lebenszeitprävalenz von 36,4 % im SHBQ und eine Ein-Jahres-Prävalenz von 27,8 % im OSI erfasst. Es zeigte sich eine gute Übereinstimmung zwischen den beiden Instrumenten hinsichtlich der Prävalenz von Suizidgedanken sowie hinsichtlich der Zusammenhänge mit Suizidversuchen. Die gefundenen Raten sind mit anderen Studien bei Jugendlichen vergleichbar, Unterschiede ergeben sich bei abweichenden Studiendesigns.
Heft 2012 / 61,1E
S. 16 - 31
S. 16 - 31
Gloria Fischer,
Romuald Brunner
Peter Parzer,
Tony Durkee,
Vladimir Carli,
Danuta Wasserman,
Eva Maria Vonderlin,
Franz Resch,
Michael Kaess
et al.
Depressivität, selbstverletzendes und suizidales Verhalten bei Jugendlichen mit riskanter und pathologischer Internetnutzung
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Schlagworte: pathologische Internetnutzung, suizidales Verhalten, selbstverletzendes Verhalten, Depression, Jugendliche
Zusammenfassung: An einer repräsentativen Stichprobe deutscher Jugendlicher sollten Zusammenhänge zwischen riskanter und pathologischer Internetnutzung mit Depressivität sowie selbstverletzendem und suizidalem Verhalten untersucht werden. Die Stichprobe umfasste 1.435 Schüler (48 % Jungen, 52 % Mädchen) aus Heidelberg, die im Rahmen der SEYLE- Studie, einer europäischen schulbasierten Interventionsstudie, verschiedene Fragebögen ausfüllten. Riskante und pathologische Internetnutzung wurde durch den Young Diagnostic Questionnaire erfasst, zusätzlich wurdendas Beck Depressions-Inventar, das Deliberate Self-Harm Inventory und die Paykel-Suizid-Skala verwendet. 80,7 % der Schüler zeigten unauffällige, 14,5 % riskante und 4,8 % pathologische Internetnutzung. Die riskanten und die pathologischen Internetnutzer zeigten im Vergleich zu den Schülern mit unauffälliger Internetnutzung signifikant höhere Ausprägungen in Depressivität, selbstverletzendem und suizidalem Verhalten. Erstaunlicherweise zeigte sich kein signifikanter Unterschied zwischen der riskanten und der pathologischen Internetnutzungsgruppe hinsichtlich Depressivität und suizidalem Verhalten. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass nicht nur pathologische sondern auch riskante Internetnutzung mit Depressivität, selbstverletzendem sowie suizidalem Verhalten einhergehen kann. Daher sollte mehr Aufmerksamkeit auf Jugendliche mit riskanter Internetnutzung verwendet werden, um Depressivität, selbstverletzendes und suizidales Verhalten bei Jugendlichen früh erkennen zu können.
Heft 2012 / 61,1E
S. 32 - 49
S. 32 - 49
Arlette F. Buchmann,
Dorothea Blomeyer
et al.
Suizidales Verhalten im jungen Erwachsenenalter:
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Schlagworte: Suizidgedanken, Suizidversuch, junges Erwachsenenalter, Risikofaktoren, Mannheimer Risikokinderstudie
Zusammenfassung: Suizidales Verhalten ist unter jungen Menschen weit verbreitet. Zahlreiche Risikofaktoren werden mit seiner Entstehung in Verbindung gebracht. Im Rahmen der Mannheimer Risikokinderstudie wurde an 311 jungen Erwachsenen (143 Männer, 168 Frauen) im Alter von 19-23 Jahren untersucht, 1) welche Bedeutung verschiedenen Risikofaktoren im Entwicklungsverlauf von der frühen Kindheit bis zum Jugendalter zur Vorhersage suizidalen Verhaltens im jungen Erwachsenenalter zukommt, 2) ob sich unterschiedliche Bedingungsfaktoren für Suizidgedanken und -versuche identifizieren lassen, und 3) ob der Einfluss früher Risikofaktoren durch im Verlauf später auftretende Prädiktoren vermittelt wird. Junge Erwachsene, die suizidales Verhalten berichteten, wiesen zahlreiche Auffälligkeiten im Verlauf der Entwicklung auf. Dazu zählten u. a. eine höhere psychosoziale Risikobelastung bei Geburt, häufigere Suizidgedanken und mehr psychische Probleme im Kindes- und Jugendalter sowie, als Jugendliche, ein negativer Selbstwert, ein geringeres schulisches Funktionsniveau, mehr Neugierverhalten und die Zugehörigkeit zu einem devianten Freundeskreis. Eigenständige Beiträge zur Vorhersage von Suizidalität lieferten das Ausmaß der frühkindlichen Risikobelastung, Suizidgedanken im Kindes- und Jugendalter sowie eine geringe Selbstwerteinschätzung (Suizidgedanken) bzw. ein hohes Maß an „novelty seeking“ im Jugendalter (Suizidversuch). Als Mediatoren des Einflusses früher Risikofaktoren fungierten externale Symptome im Kindes- und Jugendalter sowie ein negativer Selbstwert im Jugendalter. Mögliche Implikationen für die Prävention und Behandlung suizidalen Verhaltens werden diskutiert.
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CME-Fragen zu Heft 1/2013 zum Thema »Erziehungsberatung«
Auflösung der CME-Fragen zu Heft 1/2013 (»Erziehungsberatung«)
CME-Fragen zu Heft 3/2013 zum Thema "Peerbeziehungen""
CME-Fragen zu Heft 4/2013 zum Thema »OPD-KJ in der Forschung«
Auflösung CME-Fragen PRAXIS 3/2013 "Peerbeziehungen"
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