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Harry Oelke


Harry Oelke

Dr. Harry Oelke ist Professor für Kirchengeschichte an der Universität München und Vorsitzender der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Kirchliche Zeitgeschichte.


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Dr. Harry Oelke ist Professor für Kirchengeschichte an der Universität München und Vorsitzender der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Kirchliche Zeitgeschichte.


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Dr. Wolfgang Kraus ist Professor für Neues Testament an der Universiät des Saarlands, Saarbrücken.


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Dr. theol. Gury Schneider-Ludorff ist Professorin für Kirchen- und Dogmengeschichte an der Augustana Hochschule Neuendettelsau.


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Dr. Anselm Schubert ist Professor für Neuere Kirchengeschichte an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.


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Dr. Axel Töllner ist landeskirchlicher Beauftragter für christlich-jüdischen Dialog der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern beim Institut für christlich-jüdische Studien und Beziehungen der Augustana-Hochschule.


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Harry Oelke, Wolfgang Kraus, Gury Schneider-Ludorff, Anselm Schubert, Axel Töllner (Hg.), Harry Oelke

Martin Luthers »Judenschriften«

Die Rezeption im 19. und 20. Jahrhundert

1. Auflage 2016
338 Seiten mit 3 Abb. gebunden
ISBN 978-3-525-55789-1
Vandenhoeck & Ruprecht

Arbeiten zur Kirchlichen Zeitgeschichte. - Band 064

80,00 €
Bei Abnahme der Reihe: 68,00 €

Martin Luthers „Judenschriften“ haben in der deutschen Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts eine hochproblematische, aber bislang kaum erforschte Wirkungsgeschichte gehabt. Dieser Rezep­tions­ge­schichte widmet sich der vorliegende Band. Dabei steht nicht die ein­di­men­­sionale Pers­pek­tivierung eines historischen Versagens Lu­thers im Vordergrund. Viel­mehr wird die Re­­zeption im Kontext zeitgenössischer theologischer und historischer Bedingungen untersucht: Welche theologischen und politischen Motive bedingten die Rezeption von Luthers antijüdischen Schriften in der Lutherforschung des 19. Jahr­hunderts? Welche Rolle spielten sie im lutherischen Konfessionalismus und in der jüdischen Wahr­neh­mung jener Zeit? Wie wurden sie in der Zwischenkriegszeit von der Bekennenden Kirche oder den „Deutschen Christen“ zur Zeit des Nationalsozialismus politisch und theologisch instrumentalisiert? Vor diesem Hintergrund kommt die Bedeutung und Wirkung von Luthers Schrif­ten für neuzeitliche theo­lo­­gi­sche Diskurse und hi­storische Entwicklungen, einschließlich Anti­se­mitis­mus und NS-Zeit, zur Sprache. Die in­halt­liche Auf­arbeitung mit der Wirkungsgeschichte von Luthers „Judenschriften“ ist nicht auf das En­de des Zweiten Weltkriegs begrenzt, der Band beleuchtet zudem die Rezeption der „Judenschriften“ im anglo­amerikanischen Raum und ihre ethische, kirchengeschichtliche und kirchenpolitische Aufarbeitung im Protestantismus seit 1945.
 

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