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Autorenporträt

Jakob Helmut Deibl


Dr. Jakob Deibl (geb. 1978) stammt aus Melk und gehört dem dortigen Benediktinerstift an. Er hat in Salzburg und Wien Katholische Theologie studiert und ist Assistent am Institut für Systematische Theologie der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien (Fachbereich: Theologische Grundlagenforschung).


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Jakob Helmut Deibl

Menschwerdung und Schwächung

Annäherung an ein Gespräch mit Gianni Vattimo

Mit einem Vorwort von Gianni Vattimo

1. Auflage 2013
274 Seiten gebunden
ISBN 978-3-8471-0126-0
Vienna University Press bei V&R unipress

Religion and Transformation in Contemporary European Society. - Band 005

50,00 €
PDF eBook 39,99 € KAUFEN

Für Gianni Vattimo, einen der bedeutendsten Vertreter postmoderner Philosophie und Begründer des »schwachen Denkens«, hat nach 1989, d.h. nach dem Ende der großen Erzählungen, eine intensive Auseinandersetzung mit der Frage der Religion begonnen. Jakob Deibl zeichnet diese Bezugnahme Vattimos nach. Zentral ist für Vattimo die paulinische Deutung der Menschwerdung des logos als kenosis. Im Gedanken der Selbstentäußerung des Absoluten sieht er die entscheidende geschichtsphilosophische Kategorie, die eine Re-Narration abendländischer Geschichte jenseits vereinnahmender, totalitärer Geschichtsentwürfe ermöglichen könnte. Vattimos Konzept versteht sich als Erzählung des Abschieds von den großen Erzählungen und der Schwächung starker Strukturen. Es tritt apokalyptischen Visionen eines Endes der Geschichte ebenso entgegen wie fundamentalistischen Versuchen, ihr erneut ein starkes Fundament zu geben, und Tendenzen ihrer nihilistischen Auflösung.

Gianni Vattimo is one of the most influential representatives of postmodern philosophy and source of the concept of “weak thought”. For him a marked interest in the topic of religion came into being after the end of communism and the eclipse of the Continental philosophical tradition of the “grand narratives”. In the present volume Jakob Deibl delineates the development of Vattimo’s approach to religion. The crucial point for Vattimo is Saint Paul’s interpretation of the incarnation of the logos as kenosis. In a paradoxical way this idea enables him to retrieve an approach to the philosophy of history beyond traditional totalising narratives: Vattimo argues for the subversive continuity of weakening structures (which were formerly strong), that process going back to the concept of kenosis. In doing so, he tries to face the triple challenge presented by apocalyptic scenarios, fundamentalism and nihilism: the first negating any vision of future, the second seeking refuge in positions immune from rational discussion and the third dissolving any common perspective of human being.  

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Titel der Reihe
Religion and Transformation in Contemporary European Society.