27.03.2015

Nach dem Flugzeugabsturz: Sprechstunde für Trauerbegleiter und Notfallseelsorger

Mitteilung des Bundesverbands für Trauerbegleitung (BVT)
 

Unterstützung für die Begleitenden und Helfer durch den BVT

Der Absturz des Germanwings Flugzeugs am 24.03.2015 in den französischen Alpen hat die Menschen in Deutschland, Spanien, Frankreich und darüber hinaus unter Schock und in vielfach tiefe Trauer versetzt.

Auch der Bundesverband Trauerbegleitung und die in ihm organisierten Mitglieder sind fassungslos und entsetzt. Für die unmittelbar Betroffenen bedeutet der so plötzliche und grausame Verlust ihrer Angehörigen ein unvorstellbares Leid.

Allen Trauernden gilt unser tiefes Mitgefühl und unsere aufrichtige Anteilnahme.

Mit unseren Möglichkeiten und Vernetzungen sind wir bereit, ehrenamtliche Hilfe durch qualifizierte Trauerbegleiterinnen und Trauerbegleiter anzubieten und zu vermitteln.

Erste unmittelbare Hilfestellungen sind in den Tagen nach der Katastrophe bereits erfolgt. Als Fachverband für Trauerbegleitung sehen wir uns – wie viele andere Mitmenschen auch – in der menschlich-solidarischen Verantwortung in dieser besonderen Situation.

Unter dem Eindruck der neuesten Erkenntnisse zur Unglücksursache stellt sich diese Verantwortung für uns zusätzlich in einer besonderen Dimension dar. Auch wenn das Unglück offensichtlich bewusst herbeigeführt worden ist, bitten wir die Medien in ihrer Berichterstattung sich sensibel und verantwortungsvoll zu verhalten und den auch in dieser Situation nicht angemessenen Terminus »Selbstmord« zu vermeiden (vgl. Stellungnahme zur Berichterstattung in den Medien).

Zur Unterstützung der Begleiter/innen vor Ort, die im Rahmen von Trauerbegleitung und Notfallseelsorge bereits seit dem Tag des Unglücks vielfältige Hilfestellungen und menschliche wie professionelle Hilfe leisten, bietet der Bundesverband Trauerbegleitung ab dem kommenden Montag (30.03.2015) eine tägliche Telefonhotline an, die jeweils von 9.00 – 10.00 Uhr besetzt ist. Mitglieder aus unserer Fachgruppe der Qualifizierenden sind in diesem Zeitraum unter 0551/5084276 erreichbar.

Darüber hinaus ist eine Kontaktaufnahme auch zu den üblichen Bürozeiten der Geschäftsstelle des BVT möglich.

Gerne weisen wir an dieser Stelle auch auf Telefonseelsorgestellen hin, bei denen insbesondere trauernde Hinterbliebene rund um die Uhr fachlich geschulte Mitmenschen als verständnisvolle Zuhörer/innen erreichen.

Die Telefonseelsorgestellen haben folgende bundesweit einheitliche Rufnummern: 0800 1110111 und 0800 1110222

(BVT-Vorstand)
(zur Quelle)


Die Hotline auf einen Blick:
Tel. 0551/5084276
werktags von 9–10 Uhr, ab Montag, den 30.03.2015.