15.04.2016

Neue Ergebnisse aus der Studie zur Entwicklungen von Ganztagsschulen


Wie SPIEGEL ONLINE gestern veröffentlichte (hier), wirkt sich die Ganztagsschule nicht grundsätzlich positiv auf die Leistungen der Schüler aus. Die Experten Hiltrud Schwetje-Wagner und Andreas Wagner sagen das schon lange – und beurteilen die StEG-Studie kritisch!

»Wir haben uns die Methodik der Studie angesehen und waren einigermaßen befremdet: Zunächst mal wurden nur Ganztagsschulen evaluiert, es gab keine Kontrollgruppe, um festzustellen, ob die Halb- oder Ganztagsschule bessere Ergebnisse erziele. Leistungen wurden überhaupt nicht gemessen, sondern nur auf Basis von Fragebögen erhoben. Viele dieser Fragen lenken suggestiv die Wahrnehmung, z. B. werden Rückmeldungen zu negativen Veränderungen ausgeschlossen. Unsere These ist: Empirische Bildungsforschung im Sinne von StEG bedeutet: Es wird geforscht, um bestimmte Ergebnisse zu erhalten!«

»Ein genauerer Blick auf die Auftraggeber der Studie kann diesen Vorverdacht bestätigen: Finanziell gefördert wird StEG aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) sowie des Europäischen Sozialfonds (ESF), dem zentralen arbeitsmarktpolitischen Förderinstrument der Europäischen Union.«

»Umso erstaunlicher und umso aussagekräftiger ist es nun, dass es der StEG-Studie in vielen Fällen dennoch nicht gelungen ist, positive Befunde zu produzieren!«

Warum die Ganztagsschule im Vergleich zur Halbtagsschule nicht die geeignete Schulform ist, damit Schülerinnen und Schüler bessere Leistungen erziehlen, erklären Sie in Ihrem neuen Buch!


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