29.03.2012
Die Jungen-Krise
Die Krise der Jungen ist zugleich eine gesellschaftliche: Wenn Jungen in der Schule versagen oder überproportional häufig sozial auffällig werden, sind alle gefordert. Erziehung in Deutschland ist jedoch noch immer Frauensache. Ilka Weigand plädiert deshalb dafür, dass Mütter und Erieherinnen die pädagogische Herausforderung von Jungen-Arbeit annehmen.
Junge oder Mädchen? Kaum etwas irritiert Menschen so wie einen anderen nicht eindeutig einem Geschlecht zuordnen zu können. Eine eigene Geschlechtsidentität zu erwerben gehört zu den vorrangigen Entwicklungsaufgaben, die offenbar insbesondere für Jungen angesichts des Mangels an männlichen Vorbildern und Bezugspersonen mitunter schwer zu bewältigen ist. Ilka Weigand, Autorin, Pädagogin und Mutter dreier Söhne, wendet sich insbesondere an Eltern von Jungen und Erzieherinnen im elementar- und schulpädagogischen Arbeitsfeld und fordert eine geschlechtsbezogene Erziehung, die zugleich die Einzigartigkeit eines jedes Kindes nicht aus dem Blick verliert.

