Stephan Conermann, Sevgi Ağcagül, Gül Şen (Hg.)

Ottoman Studies / Osmanistische Studien.

Was haben wohltätige Stiftungen in Jerusalem, Spezialitäten der bulgarischen Küche, Altstadthäuser in Tripolis und ihre Türkisch sprechenden Nachbarn gemeinsam? Auf den ersten Blick nicht viel, auf den zweiten aber eine gemeinsame Vergangenheit. Wer sich wissenschaftlich mit dem Nahen Osten, arabischen Ländern oder Südosteuropa befasst, stößt sehr schnell auf das osmanische Erbe.

Das Osmanische Reich bestand von etwa 1300 bis 1923 und umfasste Südosteuropa, Vorderasien und Nordafrika. Es war kein türkisches Reich, sondern multiethnisch; es wurde von Muslimen regiert, war aber multireligiös; zwar reichen seine Wurzeln weit ins Mittelalter zurück, aber es hat sich stets gewandelt und die Neuzeit mitgeprägt.

Die Osmanen waren in gewisser Weise die letzten Nachfolger der Römer und Byzantiner, und zugleich stellten sie sich in die Tradition der arabischen Kalifate, der iranischen und der mongolisch-türkischen Reiche. Das Osmanische Reich war einer der wichtigsten Faktoren in der Islamischen Welt, übte aber gleichzeitig großen Einfluss auf europäische Politik und Kultur aus. Durch wirtschaftliche Bande und durch Migration war es mit Europa verbunden. Die osmanisch geprägte Neuzeit Bosniens oder Griechenlands gehört zum europäischen Kulturerbe. Ebenso sind Kultur und Politik im Nahen Osten und in Nordafrika nur zu verstehen, wenn man ihre osmanische Vergangenheit einbezieht.

Die »Ottoman Studies« bzw. »Osmanische Studien« sind die erste wissenschaftliche Reihe im deutschsprachigen Raum, in der die Ergebnisse der osmanistischen Forschung zusammengeführt werden.



Titel der Reihe

  (3 Titel)

Band 003
50,00 €
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Band 002
55,00 €
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