Dan Diner

Dr. Dan Diner ist Professor für Geschichte an der Hebräischen Universität Jerusalem sowie an der Universität Leipzig. Dort leitet er das Simon-Dubnow-Institut für jüdische Geschichte und Kultur.

Vita

Dan Diner ist Professor für moderne und zeitgenössische europäische Geschichte an der Hebräischen Universität in Jerusalem sowie Professor für jüdische Geschichte am Historischen Seminar der Universität Leipzig. Seit 1999 ist er Direktor des Simon-Dubnow-Instituts für jüdische Geschichte und Kultur. Als ordentliches Mitglied der Philologisch-historischen Klasse der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig steht er dem in Verbindung mit dem Simon-Dubnow-Institut durchgeführten Forschungsprojekt »Europäische Traditionen – Enzyklopädie jüdischer Kulturen« vor.

2006 wurde Dan Diner mit dem Ernst Bloch-Preis der Stadt Ludwigshafen am Rhein ausgezeichnet; im Jahr 2007 erhielt er den italienischen Premio Capalbio in der Sektion Internationale Politik. Als Gastprofessor wirkte er an Universitäten und Forschungsinstituten in Kassel, München, Wien, Urbana-Champaign, Luzern, Oxford und Princeton.

Arbeitsschwerpunkte

Die Schwerpunkte der Forschungen von Dan Diner liegen auf dem Gebiet der jüdischen Geschichte, der deutschen Geschichte sowie der Geschichte des modernen Vorderen Orients.

Zuletzt erschienen von Dan Diner die folgenden Buchpublikationen:

Zeitenschwelle. Gegenwartsfragen an die Geschichte, München 2010

(Hg., zus. mit Moshe Zimmermann) Disseminating German Tradition. The Thyssen Lectures, Leipzig 2009

Aufklärungen. Über Varianten von Moderne, Zürich 2008

Gegenläufige Gedächtnisse. Über Geltung und Wirkung des Holocaust, Göttingen 2007 (= Toldot – Essays zur jüdischen Geschichte und Kultur, Bd. 7)

(Hg., zus. mit Gotthard Wunberg) Restitution and Memory. Material Restoration in Europe, New York/Oxford 2007

(Hg.) Synchrone Welten. Zeitenräume jüdischer Geschichte, Göttingen 2005 (= Toldot – Essays zur jüdischen Geschichte und Kultur, Bd. 1)

Versiegelte Zeit. Über den Stillstand in der islamischen Welt, Berlin 2005

(Hg., zus. mit Jonathan Frankel) Dark Times, Dire Decisions. Jews and Communism, Oxford 2005 (= Studies in Contemporary Jewry, Bd. 20)

Gedächtniszeiten. Über jüdische und andere Geschichten, München 2003

Feindbild Amerika. Über die Beständigkeit eines Ressentiments, Berlin 2002 (erweiterte Ausgabe)

Beyond the Conceivable. Studies on Germany, Nazism and the Holocaust, Berkeley, Calif., 2000

Das Jahrhundert verstehen. Eine universalhistorische Deutung, München 1999

(Hg. zus. mit Michael Stolleis) Hans Kelsen and Carl Schmitt. A Juxtaposition, Gerlingen 1999

Der Titel Das Jahrhundert verstehen liegt außerdem in englischer, hebräischer, italienischer, polnischer und türkischer Übersetzung vor, das Buch Versiegelte Zeit in arabischer, englischer und italienischer Übertragung.

Mehr Infos zum Autor

News zum Autor   Alle

12.04.2013

Dan Diner erhält den Leipziger Wissenschaftspreis 2013

Die Pressekonferenz zur Preisverleihung findet am 12. April um 10 Uhr im Alten Rathaus der Stadt Leipzig statt.
Der Festakt beginnt im Anschluss um 11 Uhr.

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