Personen der Reformationsgeschichte

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Argula von Grumbach

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Argula von Grumbach (1492 - 1554) war eine der wenigen eigenständigen Frauen der Reformation. Sie setzte sich für die Erneuerung der Kirche ein und forderte dabei Amtsträger und Akademiker heraus. Als in Ingoldstadt der Student Arsacius Seehofer gezwungen wurde seinen evangelischen Glauben zu leugnen, forderte Argula von Grumbach die Theologen auf, öffentlich mit ihr zu debattieren.
Bereits zu Lebzeiten waren ihre Schriften Bestseller - dafür wurde sie gehasst, aber auch gefeiert.      
 

Michael Servet

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Michael Servet wurde 1511 in Villaneuva de Sigena in Aragón geboren. Er studierte Rechtswissenschaft an der Universität Toulouse. Im Juli 1531 veröffentlichte Michael Servet sein trinitätskritisches Werk "De trinitatis erroribus", "Der Irrtum der Dreifaltigkeit". Er wird darauf hin der Gotteslästerung bezichtigt. Servet nimmt einen neuen Namen an (Michael Villanovanus) und entschließt sich seiner zweiten Leidenschaft nachzugehen, der Medizin. Erst in Paris dann in Lyon studierte er Medizin. 1540 wurde Servet Leibarzt des Erzbischofs Pierre Paulmier. In dieser Zeit bereitete er seine wichtigste Schrift "Christianismi Restitutio" vor, mit der er sich bewusst gegen Calvins "Institutio Christianae religionis" wandte. 1553 veröffentlichte Servet heimlich die Schrift "Restitutio" und wurde bei der Inquisition angezeigt. Indirekt wurde Michael Villanovanus von Calvin als Michael Servet entlarvt und in Genf verhaftet. Der Genfer Magistrat verurteilte Servet am 27. Oktober zum Feuertod.       

Philipp Melanchton

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Philipp Melanchton wurde 1497 in Bretten geboren und gilt neben Martin Luther als der wichtigste Reformator. Bereits als Kind beeindruckte er, durch seine Begabung für alte Sprachen. mit 21 Jahren wurde Melanchton von Friedrich dem Weisen an die Wittenberger Universität berufen. Im Laufe der Zeit wurde Melanchton ein enger Vertrauter von Martin Luther. Sie verfassen gemeinsam reformatorische Schriften, Schul- und Gottesdienstordnungen und arbeiteten an der Bibelübersetzung. Nach dem Tod von Martin Luther fiel Melanchton die führende Stellung der Reformation zu.      

Zacharias Ursinus

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Zacharias Ursinus wurde 1534 in Breslau geboren. Er studierte an der Universität Wittenberg und war Schüler von Philipp Melanchton. Auf Empfehlung der Zürcher Theologen berief man ihn an die Universität Heidelberg. Dort promovierte Zacharias Ursinus zum Doktor der Theologie. Er lehrte mehrere Jahre an der theologischen Fakultät. Im Jahr 1563 entwarf er, im Auftrag des Kurfürsten, die Vorlagen für den pfälzischen Heidelberger Katechismus, die wohl bedeutendste Bekenntnisschrift der reformierten Kirche in Deutschland.     

Johannes Calvin

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