23.08.2016

Raus aus dem Niemandsland elterlicher Orientierungs-und Hilflosigkeit!

Raus aus dem »Niemandsland elterlicher Orientierungs-, Beziehungs- und Hilflosigkeit«! Haim Omers erprobter Ansatz der »Neuen Autorität« jetzt zum ersten Mal als Erziehungsratgeber!

Emma weigert sich, ihre Zähne zu putzen. Samuel geht heimlich in Kneipen. Tobias schwänzt die Schule. Raphael fährt jeden Nachmittag mit dem Moped weg – nur wohin? Der Elternratgeber »Neue Autorität« von Haim Omer und Philip Streit zeigt Eltern konkrete Interventionsmöglichkeiten auf. »Durch Ihre Entschlossenheit und klare Positionierung gewinnen Sie als Eltern an Präsenz und Gewicht. Sie werden wieder zu wichtigen Faktoren im Leben Ihres Kindes.« Sie lernen, wie sie jeweils elterliche Präsenz entwickeln und aufbauen können. Statt Strafe, Härte und Kontrollversuche sollen Widerstand und Selbstveränderung das elterliche Handeln bestimmen. Ihre Absichten sind klar, ihr Handeln nicht willkürlich und impulsiv. Und das vermittelt Kindern – auch wenn sie beizeiten gegen ihre Eltern protestieren – vor allem eines: Sicherheit.
 
Im Zentrum des Ratgebers steht die praktische Seite der elterlichen Präsenz: die wachsame Sorge. Sie besteht aus grundsätzlicher Wachsamkeit, fokussierter Aufmerksamkeit und aktiven einseitigen Maßnahmen. Letztere bedürfen nicht des Einverständnisses des Kindes. Wichtig ist lediglich, dass die Eltern von ihrem Handeln überzeugt sind. Omer und Streit zeigen konkrete einseitige Maßnahmen auf: Eltern können sich z.B. durch eine Telefonrunde im »Beziehungsnetz« des Kindes sichtbar machen. Wenn das Kind trotz des Verbots in der Nacht verschwindet, rufen sie, wie zuvor angekündigt, alle Freunde und Kontakte an, bei denen sich das Kind aufhalten könnte und bitten um Hilfe. Gewaltloser aber konsequenter Widerstand wird hierbei als eine geeignete Reaktion auf problematisches Verhalten beschrieben. Dieser Widerstand kann auch in Form von körperlicher Präsenz ausgedrückt werden: ein Sitzstreik im Zimmer des Kindes nach der Ankündigung, es werde auf Lösungsvorschläge seitens des Kindes gewartet. In extremeren Fällen können Eltern sich auch Unterstützung von Fachleuten holen. Hier beschreiben Omer und Streit etwa, wie sie ein Unterstützernetzwerk aufbauen können, um ihre Präsenz zu stärken. Dem Kind können die geplanten Maßnahmen transparent gemacht werden. Wenn sich Eltern noch unklar über ihr Vorgehen sind, kann dies dem Kind mitgeteilt werden mit der Ankündigung, nach einer Entscheidung auf das Problem zurückzukommen.
 
Für alle Maßnahmen und Interventionen gilt: Zu viele Worte »verwässern« die elterliche Präsenz. Solange geredet wird, passiert nichts! Wirksamer ist hingegen: wenig argumentieren und durch knappe und unmissverständliche Ankündigungen souverän und selbstbewusst agieren. Anstatt vorschnell zu handeln, sollen Eltern lieber versuchen, zu schweigen und abzuwarten. Ziellose und energieraubende Machtkämpfe mit dem Kind können so vermieden werden. Zentral ist hier ein Instrument der Deeskalation: die Selbstkontrolle. Diese ist erlernbar und kann dann gezielt eingesetzt werden.
 
Trotz der Konfliktsituation müssen Eltern immer für das Kind unmittelbar greifbar bleiben. Die emotionale Verbindung, so Omer und Streit, dürfe nicht abbrechen. Das gelingt durch wertschätzende Kommunikation. Sie zeige, dass keine Kriegssituation herrscht, auch wenn Problemlagen noch nicht beseitigt sind. Ein gutes Mittel sind hier sogenannte Beziehungsgesten: Auch wenn das Kind zunächst abblockt und sich weigert – lange wird es dem Lieblingskuchen bestimmt nicht widerstehen können! Eltern müssen auch in Krisenzeiten liebevoll die Initiative ergreifen, anstatt ihre »Zuneigung vom Verhalten des Kindes abhängig zu machen.«
 
Dies ist der Kern des Ansatzes der »Neuen Autorität«: das Urvertrauen des Kindes zu fördern. Eltern müssen stets eine »Ankerfunktion« erfüllen. Sie besteht aus vier wichtigen Elementen: Struktur, Präsenz und wachsame Sorge, Selbstkontrolle und Deeskalation sowie Unterstützung. Der Ratgeber zeigt, wie sie erlern- und einübbar sind. Das elterliche Handeln muss hierbei immer auf den Überzeugungen gründen, dass das Kind einen braucht und liebt und dass man daher berechtigt und verpflichtet ist, an seinem Leben teilzuhaben, es zu begleiten und einzugreifen.
 


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