Verhalten ändern – im Team geht’s besser
Die KESS-Methode – Handbuch für Lehrgangsleiter mit Arbeitsbuch für Kursteilnehmer. Unter Mitarbeit von David Ebert, Tobias Rahm, Jo Annika Reins und Torsten Tarnowski
1. Auflage 2010
334 Seiten mit 21 Abb. und 31 Tab., kartoniert
39,95 € [D]
ISBN 978-3-525-40425-6
Kurzinformationen
Endlich eine Methode, Erlerntes dauerhaft umzusetzen.Ausführliche Informationen
Vielen Menschen gelingt es nicht, das in einem Lehrgang, Seminar oder in einer Kur Erlernte dauerhaft in ihrem beruflichen oder privaten Leben umzusetzen. Meist scheint die Routine doch stärker. Dieses Handbuch zeigt, wie Verhaltensweisen, Routinen, Einstellungen nachhaltig verändert und neue Erkenntnisse, Vorsätze, Handlungsweisen in den Alltag integriert werden können. KESS (Kooperative Entwicklungsarbeit zur Stärkung der Selbststeuerung) verknüpft Einzelarbeit, Lernen im Lehrgang, Stabilisierung im Dreier-Lernteam und Supervision. Dieses Lernformat kann die Kluft zwischen Kompetenzerwerb und tatsächlicher Verhaltensänderung überwinden.
Das Buch richtet sich an Personen, die professionell Lehr-Lern-Prozesse organisieren und durchführen, sei es in Schule und Hochschule, Therapie, Klinik, VHS, betrieblicher Ausbildung, in Weiterbildungseinrichtungen. In diesem Handbuch für Lehrgangsleiter ist das Arbeitsbuch für Kursteilnehmer mit enthalten.
Rezensionen
Inhalt
WürdigungWorum es geht
Wem dient dieses Buch?
Anregung für verschiedene Lesergruppen
I. TEIL: DAS KESS-LERNARRANGEMENT
1 Anspruch, Ziele und Menschenbild des Lernarrangements KESS
1.1 Personen zwischen Änderungsbedarf und Änderungspotenzial
1.2 Das Menschenbild des Lernarrangements KESS
1.3 Veränderung und Entwicklung durch Selbststeuerung
1.4 Selbststeuerung und Identität
1.5 Selbststeuerung – Führung der eigenen Person
1.6 Selbststeuerung und Verantwortung
1.7 Lernen auf drei Säulen
1.8 Geeignete Ziele und Personen für das Lernformat KESS
2 Lernen zwischen Anpassung und Veränderung – Lerntheoretische Aspekte des Lernarrangements KESS
2.1 Informelles Lernen
2.2 Formelles Lernen
2.3 Ein Analyse-Modell des Handlungs- und Lernprozesses
2.4 Anpassungs- und Veränderungslernen
2.5 Veränderungslernen: Modelle und Wirkfaktoren
2.6 Lewin: Veränderungslernen in drei Phasen
2.7 Wirkfaktoren für nachhaltiges Veränderungslernen
2.8 Entwicklungsberatung nach Brandtstädter und Gräser
2.9 Veränderungsvoraussetzungen: Änderungsbereitschaft und Änderungsfähigkeit
2.10 Fazit: Phasen und Stationen im Lernarrangement KESS
2.11 Hindernisse für Verhaltensänderungen
2.12 Rückfallprophylaxe vermitteln und trainieren
2.13 Welche Unterschiede bestehen zwischen KESS und ähnlichen Lernformaten?
3 Strukturen und Instrumente des KESS-Lernarrangements
3.1 Die Lernarbeit des Einzelnen
3.2 Der plenare Lernprozess
3.3 Der Lernprozess im Entwicklungsteam
3.4 Das virtuelle KESS-Forum
3.5 Begleitende und abschließende Evaluation
3.6 Exemplarische Ausschreibung für ein Seminar im KESS-Format
3.7 Welche Weiterentwicklungen wurden im Lauf der Zeit an dem Lernformat vorgenommen?
4 Merkmale änderungsförderlicher Gesprächs- und Reflexionsstile
(Koautorin: Jo Annika Reins)
4.1 Das Gespräch als Lernmedium
4.2 Hilfreiche Gesprächsformen für Klärungsprozesse und Veränderungslernen
4.3 Fragen als ambivalente Reflexionsimpulse
4.4 Problematische Gesprächsformen
4.5 Konfrontationsstrategien
II. TEIL: DER ABLAUF VON KESS-BASIERTEN LEHRGÄNGEN
5 Förderung der Änderungsbereitschaft durch Auftauen
5.1 Änderungsbedarf zwischen Bereitschaft und Widerstand
5.2 Auftauen als erster Schritt zur Veränderung
5.3 Problemklärung als kognitiver Beitrag zum Auftauen: Das E-V-A-Prinzip
5.4 Diagnoseinstrumente zum Auftauen
5.5 Der Beitrag der fünf Lernformen zum Auftauen
5.6 Zielsuche
6 Verändern: Zielklärung, Planung und Ressourcenprüfung im persönlichen Entwicklungsplan
(Koautor: David Ebert)
6.1 Zielklärung
6.2 Handlungsplanung
6.3 Ressourcen prüfen und stärken
6.4 Der persönliche Entwicklungsplan
6.5 Der Beitrag der fünf Lernformen zu dieser Phase
7 Stabilisierung durch Implementieren, Sichern und Evaluieren
(Koautor: David Ebert)
7.1 Aufbau neuer Gewohnheiten durch Implementieren und Stabilisieren
7.2 Strategien der Implementierung
7.3 Stabilisierung durch Evaluation und Metalernen
7.3.1 Erfahrung als Steuerungswissen für neue Projekte
7.3.2 Erkenntnisse dokumentieren
III. TEIL: ANWENDUNGSFELDER
8 Training von Lebenskompetenzen zur Führung der eigenen Person
(Koautor: Tobias Rahm)
8.1 Zeit-, Tätigkeits- und Stimmungsmanagement als Lebenskompetenzen
8.2 Wechselwirkungen zwischen Zeitgebrauch, Stimmungen und Tätigkeiten
8.3 Verbesserung von Lebenskompetenzen mit Hilfe von KESS
8.4 Ist-Stand-Analyse
8.5 Das Zeittagebuch zur Diagnose und Fortschrittskontrolle
8.6 Das Seminarkonzept für die Zeit-, Stimmungs- und Tätigkeitsregulation an der Universität Lüneburg
8.7 Anpassung des Seminarkonzepts an andere Studiengänge
8.8 Anwendungen für andere Zielgruppen, Settings und Inhalte
9 KESS in der Patientennachsorge
(Koautoren: David Ebert und Torsten Tarnowski)
9.1 Die Notwendigkeit von Nachsorge in der stationären Psychotherapie
9.2 Besonderheiten des Settings »Kliniknachsorge«
9.3 Transfervorbereitung in der Klinik
9.4 Transfersicherung
9.5 Fazit: Web-basierte Nachsorge im Kontext des Gesundheitssystems
10 KESS im Bildungsalltag – Zusammenfassung und Ausblick
10.1 Charakteristika des KESS-Lernarrangements
10.2 Qualitätsprüfung für Lernformate
10.3 Zur Übertragbarkeit der KESS-Instrumente
10.4 Anwendungsvarianten
10.5 Fazit
Literatur
Register