Philipp Müller (Hg.)
Die Vergangenheit der Weltgeschichte
Universalhistorisches Denken in Berlin 1800–1933
1. Auflage 2010
314 Seiten mit 14 Abb., gebunden
39,95 € [D]
ISBN 978-3-525-30007-7
Kurzinformationen
Wie wurde im 19. und frühen 20. Jahrhundert Weltgeschichte konzipiert und geschrieben?Ausführliche Informationen
Die aktuelle Renaissance globalhistorischer Geschichtsschreibung wirft die Frage nach ihrer Vorgeschichte auf. Am Beispiel des Wissenschaftsstandorts Berlin stellt der Band vor, wie im 19. und frühen 20. Jahrhundert Weltgeschichte in unterschiedlichen Disziplinen konzipiert und geschrieben wurde. Die Umformung der Historie der Aufklärung bei Johann Gottlieb Fichte, Franz Kugler und Carl Ritter sind ebenso Teil dieser Tradition wie die weltgeschichtlichen Ansätze von Kurt Breysig, Hans Delbrück und Dietrich Schäfer im Zeitalter des Imperialismus. Die Beiträge ermöglichen damit eine Historisierung globaler Perspektiven und ihrer historiographischen Reflexion.
Beiträger
Hartmut Böhme, Wolfgang Hardtwig, Heinz Dieter Kittsteiner, Friedrich Lenger, Christoph Markschies, Philipp Müller, Wilfried Nippel, Ulrich Muhlack, Otto Gerhard Oexle, Klaus Ries, Iris Schröder, Christine Tauber, Alexander Thomas und Josef Wiesehöfer.Rezensionen
»...äußerst gelungener Überblick über die lokale "Vergangenheit der Weltgeschichte", der in seiner Machart richtungsweisend [...] zu sein vermag.«
Martin Gierl, HSozUKult
Zur vollständigen Besprechung
Inhalt
VorwortWolfgang Hardtwig und Philipp Müller
Einleitung. Universalgeschichtliches Denken am Wissenschaftsstandort
Berlin 1800 – 1933
Klaus Ries
Johann Gottlieb Fichte zwischen Universalismus und Nationalismus
Heinz Dieter Kittsteiner
Hegels Eurozentrismus in globaler Perspektive
Wilfried Nippel
Droysens »Hellenismus« – eine uneingelöste Ankündigung
Christine Tauber
»Das Ganze der Kunstgeschichte«. Franz Kuglers universalhistorsiche Handbücher
Iris Schröder
Carl Ritters Berliner Studien zur Universalgeographie und zur Geschichte
Ulrich Muhlack
Das Problem der Weltgeschichte bei Leopold Ranke
Hartmut Böhme
Universalistische Entgrenzung und versatile Analogien in der
Menschheitsgeschichte von Kurt Breysig
Alexander Thomas
Geschichtsschreibung und Autobiographie: Hans Delbrück in seiner »Weltgeschichte«
Josef Wiesehöfer
»Alle Geschichte … muß ihrer Betrachtungsweise und Tendenz nach notwendig universalistisch sein«: Eduard Meyers »Geschichte des Altertums« und die Universalhistorie
Christoph Markschies
Adolf von Harnack, Das Wesen des Christentums (1900)
Philipp Müller
Imperiale Globalisierung um 1900. Ambivalenzen des Nationalen in Dietrich Schäfers Weltgeschichtsschreibung
Friedrich Lenger
»dass Westeuropas wirtschaftliche Entwicklung die Ausplünderung dreier Erdteile zur notwendigen Voraussetzung gehabt hat«. Zur universal-geschichtlichen Dimension von Sombarts »Modernem Kapitalismus«
Otto Gerhard Oexle
Otto Hintze. Weltgeschichtliche Bedingungen der
Repräsentativverfassung (1931)
Bildnachweis
Die Autorinnen und Autoren