Russland, der Ferne Osten und die »Deutschen«
Veröffentlichungen des Instituts für Europäische Geschichte Mainz Beihefte, Band 80
1. Auflage 2009
VI, 123 Seiten mit 5 Abb., gebunden
29,95 € [D]
ISBN 978-3-525-10092-9
Ausführliche Informationen
Welchen Anteil hatten die »Deutschen« an der Erschließung des Fernen Ostens durch das russische Imperium? Inwieweit waren sie an Gesandtschaften nach China und an den großen Entdeckungsexpeditionen des 18. und 19. Jahrhunderts beteiligt? Was haben sie als Mediziner und Naturwissenschaftler, als Kartographen und als Ethnologen geleistet? Welchen Anteil hatten sie an einem östlich-westlichen Kulturtransfer und welche Lernprozesse erlebten sie bei ihren Begegnungen mit sibirisch-asiatischen Ethnien?
Dieser Band entwirft ein facettenreiches Bild einer Großregion, das im Weltbild der Russen und der Westeuropäer nur sehr allmählich seinen Platz fand.
Beiträger
Dittmar Dahlmann (Bonn), Heinz Duchhardt (Mainz), Jan Kusber (Mainz), Eugenia Massold (Bonn), Diana Ordubadi (Bonn) und Christine Roll (Aachen).Rezensionen
»Der Sammelband stellt ein spannendes, bisher nur ansatzweise bekanntes Untersuchungsgebiet vor.«
Klaus Steinke, Informationsmittel (IFB)
Inhalt
InhaltChristine Roll
Russland, Sibirien und der »Ferne Osten« in der russischen Kartographie der Frühen Neuzeit und der Beitrag deutscher Wissenschaftler
Dittmar Dahlmann
Das Moskauer Reich und China. Die russischen Beziehungen zum »Reich unter dem Himmel« vom 16. Jahrhundert bis zum Ende des 18. Jahrhunderts
Eugenia Massold
»Völker in der Großen Finsterniß ihres Verstandes…«. Ethnologische Forschungen im Altaj im 18. und in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts
Diana Ordubadi
»Brennendes Eis, jeden Traum verscheuchende Stürme und merkwürdige Fremde…« Carl Heinrich Merck und sein Beitrag zur Erforschung des russischen Nordens im Rahmen der Billings-Sarycev-Expedition 1785–1795
Heinz Duchhardt
Ein deutscher Mediziner im Fernen Osten. Joseph Rehmann und die Golovkin-Gesandtschaft 1806
Jan Kusber
Imperiale Wissenschaften und Expansion: Das Beispiel Fedor Petrovic Litke (1797–1882)