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Julia Schwichtenberg
Stephan Doering

Überweisungserfolg einer psychosomatisch-psychotherapeutischen Ambulanz in der Zahnheilkunde


Zeitschrift für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
2008/54,3

S. 285–292

2008
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Success of referral in a psychosomatic-psychotherapeutic outpatient unit of a dental school

Zusammenfassung

Fragestellung: Der Erfolg der Überweisung in Psychotherapie einer Ambulanz für Psychosomatik in der Zahnheilkunde sowie dessen Prädiktoren wurden in dieser Studie untersucht.
Methode: 238 Patienten wurden in einem Telefoninterview nach ihrer Zufriedenheit mit dem Ambulanzbesuch, der Beschwerdeänderung und der Weiterbehandlung nach dem Ambulanzkontakt befragt.
Ergebnisse: 82.3% der Patienten waren mit der Behandlung zufrieden, 55.9% berichteten eine Beschwerdebesserung. Bei 76.1% wurde eine Psychotherapieindikation gestellt, 56.7% zeigten sich motiviert und wurden in Therapie überwiesen. Von diesen begannen 66.7% auch tatsächlich eine Psychotherapie. Einsichtfähigkeit und Psychotherapiemotivation prädizierten den Überweisungserfolg, Patienten mit somatoformen Störungen zeigten signifikant häufiger keine Psychotherapiemotivation und brachen die Psychotherapie tendenziell eher ab, während es sich bei Angstpatienten umgekehrt verhielt. Patienten, die eine Psychotherapie begannen, wechselten signifikant seltener den Zahnarzt.
Diskussion: Die Arbeit der Ambulanz für Psychosomatik in der Zahnheilkunde kann insofern als erfolgreich angesehen werden, als vier Fünftel der Patienten zufrieden sind und zwei Drittel der überwiesenen Patienten eine Psychotherapie beginnen, die signifikant das »Zahnarzt shopping« senkt.

Keywords

Doctor Shopping
Outpatient Unit
Psychosomatics in Dentistry
Referral