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Stephan Doering

Behandlungsvorbereitung in der Psychosomatischen Medizin und Psychotherapie


Zeitschrift für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
2009/55,1

S. 27–36

2009
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Treatment preparation in psychosomatic medicine and psychotherapy

Zusammenfassung

Problemstellung: Die Vorbereitung der Behandlung stellt eine spezifische Aufgabe der Psychosomatischen Medizin und Psychotherapie dar.
Aspekte ambulanter Diagnostik: Da viele Patienten fremd motiviert sind und eine dysfunktionale Laienätiologie mitbringen, ist nicht nur eine umfangreiche interdisziplinäre Diagnostik zu erbringen, die neben der Psychopathologie lebensgeschichtliche Hintergründe erfasst, sondern auch Motivationsarbeit zu leisten. Diese umfasst Information und Aufklärung über die Erkrankung und ihre Entstehung sowie die Behandlungsoptionen.Widerstand gegen eine Psychotherapiemuss bearbeitet werden,wodurch der Patient die erste Erfahrung einer hilfreichen therapeutischen Beziehung erhält. Ist eine ausreichende Offenheit für Psychotherapie erreicht, erfolgt meist eine Überweisung an einen niedergelassenen Psychotherapeuten, da aufgrund des hohen Zeitaufwandes nur wenige Patienten von einem Behandler übernommen werden können. Der Überweisungserfolg kann durch eine ad personam Zuweisung gesteigert werden.
Schlussfolgerung: Psychosomatisch-psychotherapeutische Klinikambulanzen und Fachärzte übernehmen durch diese Tätigkeit eine aufwändige und spezifische Funktion in der Versorgung, die nicht an andere Fachärzte oder Berufsgruppen delegiert werden kann.

Keywords

Diagnosis
Health Care Service
Information
Motivation for Psychotherapy
Psychosomatic Medicine