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Nils Schütte
Olaf Bär
Udo Weiss
Gereon Heuft

Copingmechanismen von Polizeibeamten mit psychischen und psychosomatischen Symptomen nach einem potenziell psychotraumatischen Ereignis


Zeitschrift für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
2009/55,1

S. 70–83

2009
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19,20 € [D]
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Coping mechanisms of police offers with mental and psychosomatic symptoms after an event of potential psychotraumatic nature

Zusammenfassung

Fragestellung: In dieser prospektiven Studie wurden die Copingmechanismen von Polizeibeamten unmittelbar nach extremer beruflicher Belastung (z. B. Schusswaffeneinsatz) und sechs Monate später untersucht.
Methode: 59 Polizeibeamte wurden von professionellen Kriseninterventionsteams der Polizei aufgesucht und nach einem ausführlichen Gespräch wurde eine etwaige ICD-10-Diagnose gestellt. Nach sechs Monaten wurde zur Erfassung der Diagnose ein strukturiertes Interview durch einen Diplom-Psychologen durchgeführt. Die Copingmechanismen wurden durch den Freiburger Fragebogen zur Krankheitsverarbeitung (FKV) erfasst.
Ergebnisse: Bei 14 Polizeibeamten (28 %) wurde nach sechs Monaten die Diagnose einer PTBS (ICD-10: F43.1) gestellt. Die Copingmechanismen der traumatisierten Polizeibeamten wichen signifikant in dysfunktionaler Weise in den Bereichen »Gefühlskontrolle und sozialer Rückzug« (nur unmittelbar nach der Belastung), »Regressive Tendenz«, »Misstrauen und Pessimismus« und »Depressive Verarbeitung« ab.
Diskussion: Da dysfunktionale Verarbeitungsmechanismen den Rückgang der Symptomatik behindern, erscheint es angemessen, die Copingmechanismen für einen adäquaten Umgang mit diesen Symptomen zu stärken, wobei auf die polizeispezifische dysfunktionale Strategie der Emotionskontrolle spezifischer eingegangen werde sollte.

Keywords

Acute Stress Reaction
Police
PTSD
Trauma