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Francis Watson

Is the Historian competent to speak of the Resurrection of Jesus?

A Study in Hermeneutics


Kerygma und Dogma
2009/55,1

S. 52–72

2009
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Zusammenfassung

Oft hat man behauptet, die historisch-kritische Exegese erschaffe große Schwierigkeiten für die christliche Bekenntnis an den auferstandenen Jesus. Der Historiker sucht, die ursprünglichen Osterereignisse, die hinter den späteren Erzählungen der Evangelien stehen, zu rekonstruieren und betont den Unterschied zwischen den beiden. Dieser Versuch ist aber aus allgemeinhermeneutischen Gründen problematisch. Erstens: Es gibt keine »rein historische« Art, etwas zu begreifen, weil die Historie stets eine Interpretation in sich schließt; daher muss jede Interpretation fragwürdig sein. Zweitens: Die Annahme ist nicht richtig, dass sich die Historie prinzipiell von anderen Wissenschaften, wie zum Beispiel die Theologie, absondern sollte. Drittens: In der historischen Forschung ist es nicht immer notwendig oder angemessen, eine Sache (d.h. die Osterereignisse) von ihren Darstellungen (den Erzählungen der Evangelien) zu differenzieren.