Geselligkeit und Demokratie
Vereine und zivile Gesellschaft im transnationalen Vergleich 1750–1914
Synthesen, Band 1
1. Auflage 2003
144 Seiten, kartoniert
19,95 € [D]
Bei Abnahme der Reihe: 17,95 € [D]
Information zu den Serienpreisen
ISBN 978-3-525-36800-8
Kurzinformationen
Eine Einführung in die Geschichte geselliger Vereine und ziviler Gesellschaft von Boston bis Sankt Petersburg zwischen Aufklärung und Erstem Weltkrieg.Ausführliche Informationen
Welche Bedeutung haben gesellige Vereine für die Demokratie? Mit den gegenwärtigen Debatten um die Zivilgesellschaft hat diese Frage wieder an Aktualität gewonnen. Um sie zu beantworten, lohnt ein Blick zurück auf das goldene Zeitalter der Vereine zwischen Aufklärung und Erstem Weltkrieg. Die zeitgenössische politische Theorie von Tocqueville bis Max Weber wie auch die weniger bekannten Praktiker der Bürgergesellschaft von Boston bis St. Petersburg glaubten, dass eine Gesellschaft ohne freie Assoziationen unweigerlich zum Despotismus führe. Aber waren Vereine tatsächlich Schulen der Demokratie?
Der Bochumer Historiker Stefan-Ludwig Hoffmann untersucht in diesem Band erstmals die miteinander verknüpften Geschichten der Vereinigten Staaten, Großbritanniens, Frankreichs, der deutschen Staaten einschließlich Österreich-Ungarns sowie Russlands am Beispiel der geselligen Vereine.
Im Mittelpunkt seiner vergleichenden Beziehungsgeschichte steht eine soziale Praxis, die in verschiedenen Ländern und Regionen entstanden ist, zuweilen gemeinsamen ideellen Einflüssen entsprang, aber auch unterschiedliche politische Wirkungen zeitigte.