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Ulrich Streeck (Hg.)

Erinnern, Agieren und Inszenieren

Enactments und szenische Darstellungen im therapeutischen Prozeß


1. Auflage 2000
246 Seiten mit 2 Abb., kartoniert
23,95 € [D]
ISBN 978-3-525-45870-9

Kurzinformationen

Wenn die Talking-cure sprachlos ist, rückt die körperlich-handelnde Dimension sowohl diagnostisch als auch therapeutisch ins Zentrum.

Ausführliche Informationen

Patienten mit schweren seelischen Störungen können oft nicht in Worten ausdrücken, worunter sie leiden und was sie erlitten haben. Stattdessen teilen sie ihre Erfahrungen handelnd mit, stellen sie körperlich-gestisch dar und setzen sie in der psychotherapeutischen Behandlung wie auf einer Bühne in Szene. Ihr Handeln und Agieren sind wichtiges, oft einziges Mittel der Kommunikation und Erinnerung. Als interaktives Geschehen zwischen Patient und Therapeut intensivieren solche szenischen Darstellungen und Enactments den therapeutischen Prozess.
Welche Rolle ihnen in der Psychotherapie von stark traumatisierten Patienten zukommt, ist eine ebenso aktuelle wie kontrovers diskutierte Frage.
Vertreter von Nachbardisziplinen der Psychoanalyse und Psychotherapie vertiefen die Thematik. Sie beschäftigen sich mit inszenierenden Darstellungen im Gespräch, mit dem Gedächtnis oder mit der Theatralität von Interaktion im Alltag.

Beiträger

Mit Beiträgen von
Jörg Bergmann, Gießen
Martin Dornes, Frankfurt a. M.
Theodore J. Jacobs, New York
Gerald Hüther, Göttingen
Ilany Kogan, Rehovot / Israel
Joachim Küchenhoff, Basel
Claus Leggewie, Gießen
Friedmann Pfäfflin, Ulm
Ulrich Streeck, Tiefenbrunn-Göttingen
Agnes von Wyl, Zürich