Ihr Warenkorb ist leer
Anmelden
Zur erweiterten Suche
Gerd Unverfehrt

Wein statt Wasser

Essen und Trinken bei Jheronimus Bosch


1. Auflage 2003
138 Seiten mit 27 teils farb. Abb., kartoniert
14,95 € [D]
ISBN 978-3-525-47007-7

Kurzinformationen

Jheronimus Bosch einmal nicht als der erste Surrealist, sondern als rechtschaffener, frommer Bürgersmann.

Ausführliche Informationen

Jheronimus Bosch (um 1450–1516) gilt weithin als einzelgängerischer Phantast und malender Verkünder geheimer Lehren, jedenfalls als stilistischer und ikonografischer »Sonderfall« der Kunstgeschichte. Dieses Buch zeichnet ein anderes Bild des großen Künstlers. Als Maler war er ein präziser Beobachter und Schilderer der ihn umgebenden Welt. Vieles, was fremd oder gar dämonisch anmutet – wie etwa ein feuerspuckender Schwan – war Teil seiner Lebenswirklichkeit. Als Bürger gehörte er finanziell und gesellschaftlich zur Oberschicht seiner Stadt ‘s-Hertogenbosch, und als Mensch war er keineswegs so genügsam, wie seine steten Mahnungen vor Unmäßigkeit erwarten lassen.
Am Beispiel des Themas »Essen und Trinken« in Gemälden und Zeichnungen Boschs sowie in den Urkunden, die es zu seinem Leben gibt, wird hier eine neue, auf Fakten statt Spekulationen gegründete Sicht auf Biografie und Werk vorgestellt.

Rezensionen

»Gerd Unverfehrt, Direktor der Gemäldesammlung der Göttinger Universität, hat ein kleines Buch über Bosch veröffentlicht, in dem es nicht um die (durchaus drängenden) Fragen der Zuschreibung und der Datierung geht, sondern um die brisante Frage einer Hermeneutik für diese verschlossene Welt. Unverfehrt rückt dieser Frage in einer Fallanalyse zu Leibe ... Das liest sich beinahe wie ein Kriminalroman. ... Das spannende Buch Unverfehrts enthält noch einen Epilog, der dem erstaunten Leser mitteilt, dass auch heute Schwanenbraten gegessen wird; dass die Liebfrauenbruderschaft noch heute existiert – und dass Königin Beatrix und Kronprinz Wilhelm Alexander zu ihren Mitgliedern zählen«
Die Zeit