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Wolfgang Struck

Die Eroberung der Phantasie

Kolonialismus, Literatur und Film zwischen deutschem Kaiserreich und Weimarer Republik


Palaestra, Band 333
1. Auflage 2010
345 Seiten, gebunden
49,90 € [D]
ISBN 978-3-89971-769-3
V&R unipress

Kurzinformationen

Kolonialismus, Literatur und Film zwischen deutschem Kaiserreich und Weimarer Republik.

Ausführliche Informationen

»Die Eroberung der Phantasie« rekonstruiert eine Geschichte. Es könnte die Geschichte eines Abenteuers sein. Ihre Protagonisten heißen Carl Peters, Lothar von Trotha oder Frieda von Bülow, und das Abenteuer, von dem sie träumen, wird unzählige Menschenleben zerstören. Es ist die Geschichte vom Aufstieg und Niedergang des deutschen Kolonialreichs, die in unzähligen Varianten erzählt, wiedererzählt und transformiert worden ist, in Lebensberichten und Romanen, im populären Kino, in einigen Werken avantgardistischer Kunst. Hier werden die realen Eroberungen vorweggenommen oder noch einmal nachgespielt, es werden Wünsche nach individueller oder kollektiver Entfaltung und Dominanz verschiedenster Art entworfen. Es wird aber zugleich die Phantasie selbst in ihrer Fähigkeit formiert, Szenarien zu entwerfen, mit Figuren zu besetzen und diese Besetzungen ständig zu revidieren. »Die Eroberung der Phantasie« fragt nach dem Wissen (populär-)kultureller Genres und dessen Interferenzen mit geopolitischem Wissen und Handeln. Erkennbar werden dabei die Prozesse, in denen die Phantasie der Eroberung ihre Ziele absteckt und dabei selbst zum Ziel einer Eroberung wird.

Rezensionen

»Bei Strucks ›Die Eroberung der Phantasie‹ handelt es sich um eine brillante, die literatur- und filmwissenschaftliche Kolonialismusforschung nachhaltig bereichernde Studie [...]. Es steht daher zu vermuten, dass Strucks anspruchsvolle Untersuchung zu einem Grundlagenwerk der interkulturellen und postkolonialen Germanistik avancieren wird.«
IASL online
www.iaslonline.de/index.php?vorgang_id=3405
»[Es] wird jeder, der zukünftig zur exotischen und kolonialen Literatur und Film arbeitet, dieses Werk zu Rate ziehen.«
Joachim Zeller, www.freiburg-postkolonial.de