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Autorenporträt

Andreas Hermann Fischer


Dr. Andreas Hermann Fischer hat Philosophie, Italianistik, Mediävistik und Germanistik an der Universität München studiert. Nach Forschungsaufenthalten am Deutschen Historischen Institut Rom (2013 und 2014) und am Deutschen Historischen Institut Paris (2013) promovierte er.


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Andreas Hermann Fischer

Spielen und Philosophieren zwischen Spätmittelalter und Früher Neuzeit

1. Auflage 2016
336 Seiten
ISBN 978-3-647-23014-6
Vandenhoeck & Ruprecht

39,99 €
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Die philosophische Geschichte des Spielens nach der Antike lässt man in der Regel mit Friedrich Schillers von Kant inspirierten Briefen »Über die ästhetische Erziehung des Menschen« beginnen, ohne die ihnen vorausgehende Vielfalt philosophischer Auseinandersetzung mit ludischen Praktiken näher zu betrachten. Vorliegende Studie versteht sich als erster Beitrag zur Erschließung dieser bislang vernachlässigten spielphilosophischen Ansätze zwischen Mittelalter und Früher Neuzeit. Dabei wird insbesondere das Verhältnis von Spielen und Philosophieren in den Blick genommen, das schon bei scholastischen Autoren im Zentrum ludischer Reflexionen stand. So etablierten Gelehrte wie Albertus Magnus oder Thomas von Aquin bereits im 13. Jahrhundert eine strenge Trennung zwischen dem als Rekreation konzipierten Spielen und dem Ernst des Philosophierens, indem sie ludische Erholung mit Rückgriff auf Aristoteles zum notwendigen Gegenstück der Kontemplation erklärten. Die Arbeit zeigt, wie Philosophen zwischen Spätmittelalter und Früher Neuzeit im Zuge vielfältiger epistemischer Transformationen das Verhältnis von philosophia und ludus komplementär oder alternativ zu diesem einflussreichen aristotelischen Deutungsschema bestimmten. Unter diesen heterogenen Ansätzen finden sich ein allegorisches Globusspiel des Nikolaus von Kues, die erste philosophischen Therapie übermäßiger Spielleidenschaft und eine naturphilosophische Beschreibung des Tennisspiels am rinascimentalen Hof von Ferrara.
 

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Pressestimmen    
»So wissenschaftlich das Buch, so anspruchsvoll seine Aneignung. Es handelt sich um das Werk eines Spezialisten für Spezialisten. Nur wer sich brennend für die Evolution des spielphilosophischen Diskurses in seinen mannigfachen Verästelungen interessiert, wird die souveräne, aber in Vermutungen und Einschränkungen mäanderende Untersuchung in Gänze durchmessen und die Mühe der Lektüre nicht scheuen.«
Zur Quelle.
literaturkritik.de (Jörn Mückner), 23.11.2016


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