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Autorenporträt

Noyan Dinçkal


PD Dr. Noyan Dinçkal lehrt Neuere und Neueste Geschichte am Historischen Institut der Universität Paderborn und ist Privatdozent am Institut für Geschichte der TU Darmstadt.


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Noyan Dinçkal

Sportlandschaften

Sport, Raum und (Massen-)Kultur in Deutschland 1880–1930

1. Auflage 2013
346 Seiten mit 28 Abb. gebunden
ISBN 978-3-525-37029-2
Vandenhoeck & Ruprecht

Kritische Studien zur Geschichtswissenschaft. - Band 211

65,00 €
PDF eBook 54,99 € KAUFEN

Zwischen den 1880er und 1930er Jahren etablierten sich nicht nur der Sport als ein massenkulturelles Phänomen der Moderne, sondern auch die spezifischen Sportstätten und sportbezogenen Zweckbauten, wie wir sie im Wesentlichen noch heute kennen. Noyan Dinçkal nimmt den Sport als ein räumliches Ereignis in den Blick. Seine Studie zeigt, wie sehr einerseits Sport von räumlichen Bedingungen bestimmt war, aber andererseits auch, wie sehr Sport imstande war, Raum zu definieren, und zwar in physisch-materieller, symbolischer und sozialer Hinsicht. Wie wurden Sporträume hervorgebracht, welche Funktionen erfüllten sie, in welchen Zusammenhängen wurden sie genutzt und mit welchen Bedeutungen versehen? Dinçkal zeigt, dass sich in Sporträumen zentrale gesellschaftliche, kulturelle und politische Prozesse der klassischen Moderne wie unter einem Brennglas verdichteten. Zum einen geht es um die Frage, wie und warum um die Jahrhundertwende klar umrissene Orte und durch besondere soziale Praktiken definierte Räume entstanden, deren Hauptfunktion das Ausüben von Sport war. Zum anderen zeigt die Untersuchung, dass sich in Sporträumen weit mehr als Sport ereignete: In ihnen manifestierten sich neue Formen repräsentativer Massenöffentlichkeit, sie waren bedeutende Orte der politischen Festkultur, sie dienten dem Konsum und der sozialen Selbstverständigung, in ihnen zeigte sich auch die zunehmende Regulierung von Lebensäußerungen durch Normen und Techniken wissenschaftlicher Experten. Die Räumlichkeit des Sports hat in den Geschichtswissenschaften bislang kaum Beachtung gefunden. Dementsprechend versteht sich dieses Buch auch als ein Beitrag, den Faktor Raum in die historische Betrachtung über Sport und Massenkultur einzubeziehen.
 

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Pressestimmen    

»[…]well-researched and excellent book.«


German History (Michael Hau), Heft: 3 (2014)


»Das Buch ist ein Standardwerk zur frühen deutschen Sportgeschichte.«
Das historisch-politische Buch (Erik Eggers), Heft: 3 (2015)


»Dinçkals tiefschürfende, quellengesättigte und mit geschickt ausgewählten Fotos versehene Abhandlung ist längst nicht nur eine Geschichte des Sportstättenbaus in Deutschland vor 1930, auch nicht eine weitere nationale Sportgeschichte, sondern ein innovativer, interdisziplinärer, vor allen auch kulturgeographischer Ansatz, der das Massenphänomen Sport und dessen Stätten in sozialen, kulturellen und politischen Zusammenhängen analysiert.«
Informationsmittel (IFB) (Manfred Komorowski), Heft: 9 (2013)


»Man könnte also formulieren, dass Dinçkal den spatial turnin der Sportgeschichtsschreibung vollzieht. […] Die Sinnsphäre des sportlichen Wettkampfs überlappte sich mit den Sinnsphären des Konsums, der politischen Kommunikation und der wissenschaftlichen Beobachtung. All dies fand zeitgleich an demselben Ort statt; die Methode des spacingserlaubt es Dinçkal aber, die unterschiedlichen Dimensionen des Geschehens getrennt aufzufassen und zu analysieren. […] Auch dieser darstellungstechnische Clou macht das Buch zu einer anregenden Lektüre.«
Neue Politische Literatur (Frank Becker), Heft: 3 (2013)


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News   Alle

16.08.2016

Endspurt bei den Olympischen Spielen in Rio

Bis zum Sonntag noch stellen Sportler aus aller Welt ihr Können unter Beweis. Die riesigen Stadien untermauern die besondere Bedeutung dieses Sportevents. Vor hundert Jahren musste sich der Sport als massenkulturelles Phänomen in Deutschland erst etablieren. Noyan Dinçkal zeigt in seinem Buch »Sportlandschaften – Sport, Raum und (Massen-)Kultur in Deutschland 1880–1930«, welche Rollen und Funktionen dabei die Sportstätten einnehmen.

11.06.2014

Zum morgigen Auftakt der Fußball-WM 2014 in Brasilien: »Zwischen Abseits und Jenseits«

Was hat Fußball eigentlich mit Religion zu tun? Dieser Frage gehen Oliver Arnhold und Constantin Klein in »Zwischen Abseits und Jenseits — Fußball und Religion« nach. Pünktlich im Jahr der Fußball-Weltmeisterschaft erschienen, bieten die Materialien auch darüber hinaus Ideen und Anregungen für einen spannenden Religionsunterricht.

Titel der Reihe
Kritische Studien zur Geschichtswissenschaft.