30.10.2014

Straining: Eine subtile Art von Mobbing

»Und plötzlich war ich Luft«, schildert ein Straining-Opfer sein Erlebnis. Straining ist eine subtile Art von Mobbing. Häufig ist die Personalleitung aktiv involviert, weiß Gerichtsgutachter und -psychologe Professor Dr. Harald Ege. Das Ziel: Die Entfernung der Person aus der Firma. Straining ist erschreckend weit verbreitet, der Leidensdruck für Betroffene ist enorm. Ernsthafte chronische Erkrankungen in Folge sind keine Seltenhzeit. Vor Gericht finden die Opfer in Deutschland bislang kaum Gehör – weil sie keine Mobbingopfer per definitionem sind. »Straining« bietet nun eine Handhabe! In Italien ist der neue Begriff bereits erfolgreich etabliert und durch die Rechtssprechung an oberster Stelle anerkannt. Nun dürfen auch deutsche Betroffene und ihre Rechtsanwälte auf Hilfe hoffen.

Ein Interview mit Professor Dr. Harald Ege.

Guten Tag, Herr Professor Ege.
Zum Thema ›Mobbing‹ gibt es schon sehr viel Literatur auf dem deutschen Markt. Warum noch ein weiteres von Ihnen?

 
Das Buch handelt in erster Linie von ›Straining‹, was zwar ein mit Mobbing verwandtes Thema darstellt, aber prinzipiell eine eigene Thematik bezeichnet. ›Straining‹ ist bei weitem verbreiteter als Mobbing. Aus diesem Grund spricht es eine größere Menschenmenge an als das Thema Mobbing. Außerdem gibt es bislang nicht ein einziges Werk in deutscher Sprache darüber. Die Opfer von Straining müssen zwar zur Kenntnis nehmen, dass sie anhand der gängigen Definitionen nicht unter einer Mobbingsituation leiden, fühlen sich aber trotzdem irgendwie als Opfer, ohne sich r ihr Leiden weiter erklären zu können. Was noch schlimmer ist: Da in ihren Situationen keine Mobbingdefinition griff, wurden ihnen ihre psychosomatischen Beschwerden meist selbst zugeschrieben, da vom Rechtsanwalt bis zum Arzt niemand etwas mit der Situation anfangen konnte. Vor Gericht hatten sie keine Chance. Vorwiegend wurde es eben unter dem Schlagwort »Stress« verallgemeinert, aber die Täter – Opfer Situation wurde dabei komplett ausgeblendet. Straining wurde in Deutschland ganz einfach ignoriert, obwohl es unzählige Menschen in Deutschland gibt, die daran erkrankt sind Das will ich ändern, die Situation für Betroffene und ihre Rechtsanwälte, verbessern. In Italien gibt es bereits gute Erfolge.
 
Bitte erklären Sie uns das näher: Was ist Straining genau? Wie grenzt es sich zum Mobbing ab?
 
Mobbing ist ein Konflikt, bei dem das Opfer immer wieder aktiv angegriffen wird.  Straining dagegen spielt sich weit weniger spektakulär ab: das Opfer wird in eine benachteiligte Situation versetzt.. Der sog. Strainer unternimmt dabei aktiv nur eine oder wenige Aktionen, aber die Konsequenz für das Opfer ist permanent spürbar. Typisch ist z.B. die Isolierung des Betroffenen: Er wird in einen ›Abstellraum‹ abgeschoben, erhält keine Aufgaben mehr zugewiesen, wird nicht mehr informiert, wird bei Entscheidungen übergangen, die eigentlich in seinen Kompetenzbereich fallen müssten, Arbeitsmittel (z.B. Computer und Telefon) werden ihm entzogen, Vorstöße, durch Gespräch eine Verbesserung der Arbeitssituation herbeizuführen, scheitern, in dem sie ignoriert oder abgetan werden, o.ä.Das Opfer verspürt täglich diese Benachteiligung, während Kollegen oft gar nichts mitkriegen. Wie der Begriff »Straining‹ schon sagt, ruft diese permanente Situation beim Betroffenen Stress hervor – der häufig auch chronische psychosomatische Auswirkungen haben kann.

Wenn Kollegen nichts mitkriegen, Strainer die Benachteiligung leugnen und den Stress allein dem Mitarbeiter zuschreiben – gibt es eine Möglichkeit, objektiv festzustellen, ob Straining vorliegt?
 
Jawohl, ich habe eine 7-Parameter-Methode entwickelt, die genau dieses leisten soll.Durch die Entwicklung und Verfeinerung dieser Methode analysiere ich in diesem Werk verschiedene Konfliktarten am Arbeitsplatz. Im Gegensatz zu anderen Büchern wird hier der Akzent nicht allein auf Definitionen gesetzt (die natürlich trotzdem vorkommen), sondern der Fokus liegt auf diesem von mir bereit gestellten Instrumentarium, anhand derer vom Profi bis zum Laien jeder objektiv feststellen kann, ob er/ sie unter einer und welcher Konfliktart leidet oder nicht. Dies ist vor allem bei Zivilprozessen wichtig, um einen Richter, der ja kein Arbeitspsychologe ist, mit dieser einfachen Methode das Vorhandensein oder das Nichtvorhandensein der in der Anklageschrift angeprangerten Konfliktart zu konfrontieren.
Im Gegensatz dazu sind Definitionen sehr dehnbar und interpretierbar, während bei einer Parametermethode entweder alle Parameter vorhanden sind oder nicht. Ich habe meine Methode auf mein Bedürfnis zugeschnitten, welches ich als Gerichtsgutachter habe: Klar und objektiv Fälle bewerten zu können. Leider haben die meisten sog. Mobbingexperten nie einem Patienten gegenübergesessen geschweige denn einem Mobbingopfer vor dem Richter geholfen. Es reicht eben nicht, hunderte von Fragebögen zu verteilen und dann eine Definition zu erfinden. Meine 7 Parameter Methode arbeitet hier absolut im praktischen Sinne, die ich und andere Kollegen tagtäglich bei unserer Arbeit bei der Konfliktanalyse benutzen.
 
Könnten Sie uns dazu ein Fallbeispiel nennen, um dies besser zu veranschaulichen?
 
Es gibt unzählige Beispiele jeden Tag. Viele erzähle ich in meinem Buch. Ein besonders ›krasses‹ Beispiel, mit dem ich das Buch auch eröffne, ist das Schicksal von Katrin: Sie kommt vom Mutterschutz zurück, muss 3 Wochen lang täglich in der Personalabteilung vorstellig werden, bis man ihr endlich einen – ihrer bisherigen Tätigkeit völlig wesensfremden – Platz zuweist. Dort fehlen dann sämtliche Arbeitsinstrumente. Katrin wird buchstäblich zum Nichtstun verurteilt, man behandelte sie ›wie Luft‹. Es ist eine Geschichte, die einem nahe geht. Sie können Sie selbst nachlesen – in der kostenlosen Leseprobe, die der Verlag auf seiner Homepage bereit gestellt hat (S. 13ff.)
 
Welche Relevanz hat diese neue Kategorie – auch im Hinblick für die Rechtsprechung – für die Betroffenen?
 
Betroffene, die keine klassischen Mobbingopfer sind, haben mit ›Straining‹ erstmals eine ›Diagnose« für ihren Leidensdruck. Es leiden sehr viele Menschen an psychosomatischen Beschwerden nach einem Straining Konflikt. Da man eben keine ständigen feindseligen Handlungen ausmachen kann, werfen sich diese Menschen oft selbst etwas vor oder sie denken, ihre psychosomatische Erkrankung komme von irgendwo anders her. Was die Rechtsprechung angeht bewegen wir uns nach wie vor im Persönlichkeitsschutz. Der Schaden bei Straining kann durchaus höher sein als beim Mobbing: Ppermanente Frustration hat also insofern eine zivilrechtlich bedeutendere Relevanz. Paradox dazu sink die strafrechtliche Relevanz, da eben weniger feindselige Handlungen vorkommen. Hier besteht ein Ungleichgewicht. Strafrechtlich muss klar werden, dass man auch mit einer einzelnen Handlung eine Diskriminierung mit einer Verfolgungsabsicht verübt.
Das ist nicht immer leicht. Es kommt vor, dass ich Betroffenen sagen muss, dass ihr Fall vor Gericht nicht aussichtsreich sein wird – und ihnen raten muss, anderweitig eine Lösung des Konflikts zu suchen.

Was raten Sie Betroffenen in solchen Fällen?
 
Viele Opfer von Straining machen sich etwas vor. Sie wollen ihren Arbeitsplatz nicht gefährden und versuchen, sich mit der Situation zu arrangieren. Dabei überhören sie oft ihre Gefühle und unterschätzen den Stress, dem Sie sich aussetzen. Ich kann nur davor warnen, dass ernsthafte und auch chronische Erkrankungen und psychosomatische Störungen die Folge sein können. Eine Betroffene sagte einmal unter Tränen zu mir: »Ich bin noch jung, aber schon ein menschliches Wrack. Wer stellt mich denn jetzt noch ein?«. Viele rechtfertigen ihr langes Ausharren in einer unzumutbaren Situation damit, dass sie die Gegenseite nicht gewinnen lassen, sich nicht ›rausekeln‹ lassen wollen. Für mich bedeutet Stärke jedoch auch, dass man abstößt, was einen krank macht, dass man den Mut hat, zu sich zu stehen und eine Lösung herbeizuführen. Darum mein Rat: Gehen Sie achtsam mit sich um und nehmen Sie die Verantwortung sich selbst gegenüber wahr – gerade dann, wenn andere dies nicht tun.
 
Welche Erfahrungen gibt es zu Straining schon in Italien – wie wird das in Deutschland sein?
 
Straining ist in Italien so verbreitet wie der Begriff des Mobbings. Im Lexikon der italienischen Sprache »Zanichelli 2014« kommt Straining ebenso vor wie Mobbing. Rechtsanwälte klagen genauso wegen Straining als auch wegen Mobbing. Die Anerkennung von Straining durch den obersten italienischen Gerichtshof (Cassazione) ist nur der Schlusspunkt unter einer 10 Jahre dauernden juristischen Geschichte, die Straining in allen Instanzen und in verschiedenen Gerichtsstandorten anerkannt hat. Man ist inzwischen zu der Erkenntnis gekommen, dass Straining öfter vorkommt als Mobbing. Selbst beim Konfliktmanagement oder bei Kollektivverträgen findet Straining eine gleichwertige Beachtung wie alle anderen Konfliktarten. Wie dies in Deutschland sein wird, kann ich nicht sagen, da es spekulativ wäre. Nach diesem Vorbild wird Straining hoffentlich auch kommen – zumindest trete ich dafür ein und gebe mit diesem Buch auch das entsprechende Rüstzeug an die Hand. Deutsche Rechtsanwälte geben mir schon jetzt Gutachten für Straining in Auftrag , um zu klagen, obwohl in Deutschland der Begriff bislang noch unbekannt ist. Und ich denke, dass auch Arbeitgeber ihr Konfliktmanagement anders ausrichten werden. Tipps dazu hätte ich allemal!

Das Buch strotzt ja geradezu von neuen Erkenntnissen. Erzählen Sie uns etwas über die Entstehungsgeschichte?
 
Das Buch ist nicht die Frucht eines langweiligen Wochenendes oder Urlaubs. Es ist auch nicht das Ergebnis eines Geistesblitzes. Es ist vielmehr das Resultat einer jahrelangen Arbeit in Forschung und Praxis, die dazu geführt haben. In Italien sind all diese Argumente in den Jahren entwickelt worden und entstanden. Wenn Sie lesen, dass der oberste italienische Gerichtshof in der letzten Instanz im Juni 2013 Straining anerkannte, ist das das Ergebnis von 9 Jahre zähem Ringen um Gerechtigkeit, die mit einem Urteil in erster Instanz im Jahre 2004 begann, wo Straining erstmals von einem Richter
anerkannt wurde und bei welchem ich der richterliche Gutachter war. Das Doppel-Mobbing erwähnte ich bereits 1997. Die Methodik der Parameter entwickelte ich bereits zwischen 2001 und 2002, arbeitsplatzbezogenes Straining im Jahr 2005, Erfahrung mit deutschen Gutachten seit 2009, Glass Ceiling erst vor kurzem. Wie Sie sehen, ist das Werk eine Zusammenfassung von mehr als 17 Jahren an Erfahrungen, Arbeiten und Forschungen. All diese Erfahrungen mache ich nun erstmals für eine deutsche Leserschaft zugänglich – darum ist es so reich an neuen Erkenntnissen.

Müssen sich jetzt Arbeitgeber vor Ihnen fürchten?
 
Wieso denn das? In meiner Gutachtertätigkeit war ich sowohl für die Anklage als auch für die Verteidigung tätig. Und bei meiner persönlichen Statistik als Gerichtsgutachter kann ich feststellen, dass ich mehr oder weniger zu gleichen Teilen der Anklage und der Verteidigung zustimmen musste. Mit anderen Worten: Ich habe bei meinen Gutachten in einigen Fällen die Opfer als solche erkannt und die Schadenshöhe berechnet als auch vermeintliche Opfer entlarvt, die sich als Trittbrettfahrer erwiesen. Es gibt Menschen, die anderen aus Rache Schaden zufügen wollen, und dann diese wegen Mobbing, sexueller Belästigung, Stalking, Straining oder anderem verklagen. Es sollte daher im Interesse sowohl der Arbeitnehmer, aber auch der Arbeitgeber sein, Gerechtigkeit walten zu lassen. Meine Methodik hilft dabei auf jeden Fall, Objektivität in Arbeitsplatzkonflikten zu schaffen.

Weshalb – und für wen – ist das Thema so wichtig?
 
In wenigen Jahren wird Stress die Hauptursache für Arbeitsunfähigkeit sein. Dies hat im Übrigen auch das Europaparlament festgestellt. Schon heute beklagen sich viele Menschen über das (auch im Werk beschriebene) Burnout-Syndrom. Stress kann Menschen am Arbeitsplatz kaputt machen. Straining ist eine erzwungene Stresssituation. Es sollte doch im Interesse von allen liegen, dass Menschen ihre Gesundheit wahren. In erster Linie natürlich dem Arbeitnehmer, der gesund bleiben möchte. Ebenfalls dem Arbeitgeber, denn gestresste oder kranke Menschen (psychosomatische Symptome) leisten weniger. Außerdem sind Opfer von Arbeitsplatzkonflikten weniger hilfs- und opferbereit, im Gegensatz zu einem motivierten Arbeitnehmer. In zweiter Linie den Politikern, die ein Interesse haben sollten, die Fehlzeiten und die Ausgaben für Gesundheitsleistungen gering zu halten und natürlich die Frühverrentung zu vermeiden. Und natürlich jeder Bürger, nicht nur um selbst vorbereitet bzw. informiert zu sein, falls er selbst einmal davon betroffen sein könnte, sondern auch weil die Moral der Menschen abnimmt und Konflikte dann oft auch in das Familienleben oder Freundes- oder Vereinsleben hineinprojiziert werden (siehe Doppel-Mobbing).

Was wollen Sie mit Ihrem Werk bezwecken?
 
Wer das Werk aufmerksam liest und zwischen den Zeilen lesen kann, wird vielleicht das wahre Wesen dieses Buches erkennen, welches nur in wenigen Schlüsselwörtern angedeutet wurde. Das möchte ich natürlich nicht verraten. Generell kann aber gesagt werden, dass Aufklärung und Information im Vordergrund stehen. Das sieht so aus, dass man mit meinem Buch vielleicht auch in Deutschland (so  wie in Italien) mehr Objektivität in diese Thematik reinbringen kann und das sinnlose Umherinterpretieren von immer neuen Definitionen vielleicht einmal ein Ende findet, da es niemanden wirklich hilft und sein Problem löst. Opfer von Straining oder Mobbing möchten nicht Teil einer Statistik sein (wie dies in den meisten Mobbingbüchern so geschieht), sondern möchten ihr Problem lösen. Und da denke ich, dass dieses Werk sicherlich hilfreich sein kann.
 
An wen richtet sich Ihr Buch?
 
Es richtet sich sowohl an Arbeitnehmer, die ihr Problem lösen möchten, als auch an Arbeitgeber, die eventuelle unbegründete Anschuldigungen entkräften möchten, als auch an Richter und Rechtsanwälte, die endlich mehr Objektivität statt Definitionsauslegungen in die Gerichtssäle bringen können.
 
Ebenfalls sollten Psychologen, Psychiater und Ärzte dieses Buch lesen, da diese nicht nur mit eventuellen Gutachten betreut werden, sondern meist die ersten sind, an die sich ein Opfer wendet sobald es psychosomatische Beschwerden aufweist. Zudem ist es nützlich für Personalberater und Personalchefs, um endlich mal ein effizientes Konfliktmanagement realisieren zu können, und letzten Endes an alle Menschen, die Arbeitsplatzkonflikte verstehen möchten, um sich selbst eventuell auf zukünftige Konflikte besser vorbereiten zu können.
 
In Ihrem Buch wird erwähnt, dass Sie auch Gutachten für deutsche Fälle erstellt haben. Ebenso beziehen sich die Beispiele auf deutsche Fälle. Ihre Praxis ist doch in Italien, oder?
 
Das stimmt schon, aber da meine Praxis in Bologna liegt ist dies verkehrstechnisch einfach zu erreichen. Aus Deutschland sind nicht nur direkte Flüge hierher, sondern auch direkte Zugverbindungen. Also ob die Praxis nun in Deutschland oder in einem einfach zu erreichendem Ort im Ausland liegt ist eher nebensächlich. Zudem liegt Bologna näher an Süddeutschland als beispielsweise Schleswig Holstein.
 
Warum denn kommen deutsche Patienten gerade zu Ihnen?
 

Sicherlich liegt dies daran, dass meine Art, Gutachten zu verfassen, ziemlich einmalig ist. Die von den italienischen Gerichten anerkannte Methodik stammt nun mal von mir. Außerdem bin ich Mitglied im Berufsverband deutscher Psychologen, sodass ich nach wie vor mit Deutschland verbunden bin.
 
Ist das eventuell ein Schritt, wieder fest nach Deutschland zurück zu kommen?
 
Ich bin ja bereits ständig in Deutschland. Ob es in Zukunft fest wird, kann ich nicht sagen. Man weiß ja nie, was die Zukunft bringt. Ich schließe es auf jeden Fall nicht aus.

Man sagt, dass Sie der Vater des Strainings sind. Stimmt das denn so?
 
Ich hoffe, dass sich das nur auf das geistige Erbe bezieht. Es ist schon richtig, dass ich das Thema 2004 entwickelt habe und mit meinem Gutachten für den Richter daraufhin im ersten Gerichtsurteil zu Straining verewigt habe. Dies ist aber nur möglich geworden, weil ich bereits eine Methodik zur Anerkennung von Mobbing entwickelt hatte, und dadurch viele Fälle analysieren konnte, die sich nicht als Mobbing erwiesen. Erst durch die Methodik entdeckte ich weitere Konfliktarten wie eben das Straining. Genauso wie die großen Entdecker erst durch die Erfindung des Kompasses die Kontinente entdeckten.
 
Sie sprechen oft von Ihrer Erfahrung. Wie viele Fälle haben Sie denn persönlich analysiert?
 
Ganz ehrlich gesagt habe ich das niemals genau gezählt. Das geht auf jeden Fall in die Tausende in den letzten 18 Jahren. Ich würde ungefähr 6.000 Fälle schätzen.
 
Alles Gute für Ihre weitere Arbeit! Vielen Dank für das Gespräch.

  
Das Copyright für dieses Interview liegt bei Vandenhoeck & Ruprecht (© Vandenhoeck & Ruprecht). Stand: 22.10.2014
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