In Ihrem Warenkorb
befindet sich 1 Artikel
Anmelden
Titelsuche:
Zur erweiterten Suche
Stephan Schleim (Hg.)
Tade Matthias Spranger (Hg.)
Henrik Walter (Hg.)

Von der Neuroethik zum Neurorecht?


1. Auflage 2009
265 Seiten mit 5 Abb. und 2 Tab., kartoniert
16,90 € [D]
ISBN 978-3-525-40414-0

Kurzinformationen

Sind die Ergebnisse der Hirnforschung ethisch vertretbar?

Ausführliche Informationen

Können Wahrheit und Lüge im Gehirn erkannt werden? Dürfen neue Verfahren der Hirnforschung zum Erkennen von Gedanken benutzt werden? Entsteht ein neues Menschenbild? Müssen Recht und Moral auf die neuen Forschungsergebnisse reagieren? Der Fortschritt der modernen Neurowissenschaften wirft heikle Fragen auf. Aus philosophischer, psychologischer und rechtswissenschaftlicher Perspektive wird in diesem Band diskutiert, wie die Erkenntnisse der Hirnforschung verstanden und in der Gesellschaft aufgenommen werden.
Die Beiträge befassen sich mit der Stabilität unseres Menschenbilds, der Begutachtung von Zeugenaussagen vor Gericht, mit Willensfreiheit und Schuldfähigkeit, der Aussagekraft bildgebender Verfahren, der Rolle der Psychologie bei rechtspolitischen Entscheidungen und den weitreichenden rechtlichen Implikationen der Neurowissenschaft.
Für diesen Sammelband wurden nicht nur die Beiträge ausgewiesener Experten ausgewählt. Zusätzlich sind viele der Autoren in mehreren Disziplinen beheimatet. Interdisziplinarität ist daher für sie kein Fremdwort und mit Blick auf die gesellschaftliche Relevanz stellen sie die Probleme des »Neurorechts« in allgemeinverständlicher Weise dar.

Beiträger

Niels Birbaumer, Tübingen / Dieter Birnbacher, Düsseldorf / Jérôme Endrass, Zürich / Andreas Glöckner, Bonn / Klaus Günther, Frankfurt a. M. / Judith Hardegger, Fällanden / Günther Jakobs, Bonn / Ahmed A. Karim, Tübingen / Martin Krippl, Göttingen / Hans J. Markowitsch, Bielefeld / Astrid Rossegger, Zürich / Stephan Schleim, Bonn / Markus Schneider, Tübingen / Tade Matthias Spranger, Bonn / Frank Urbaniok, Zürich / Henrik Walter, Bonn.

Inhalt

Stephan Schleim/Tade Matthias Spranger/Henrik Walter
Von der Neuroethik zum Neurorecht?

Dieter Birnbacher
Was ist neu am Menschenbild der Neurowissenschaften?

Stephan Schleim
Der Mensch und die soziale Hirnforschung.
Philosophische Zwischenbilanz einer spannungsreichen Beziehung

Henrik Walter
Was können wir messen? Neuroimaging - eine Einführung in methodische Grundlagen, häufige Fehlschlüsse und ihre mögliche Bedeutung für Strafrecht und Menschenbild

Andreas Glöckner
»Neurorecht« ohne Psychologie? Die Rolle verhaltenswissenschaftlicher Betrachtungsebenen bei der Ableitung rechtspolitischer Empfehlungen

Hans J. Markowitsch
Mind Reading? - Gutachten vor Gericht

Ahmed A. Karim, Markus Schneider, Maritn Krippl und Niels Birbaumer
Neurobiologische Befunde beim Lügen - Ethische und rechtliche Implikationen

Frank Urbaniok, Judith Hardegger, Astrid Rosegger, Jérôme Endrass
Neurobiologischer Determinismus. Fragwürdige Schlussforgerungen über menschliche Entscheidungsmöglichkeiten und forensische Schuldfähigkeit

Tade Matthias Spranger
Rechtliche Implikationen der Generierung und Verwendung neurowissenschaftlicher Erkenntnisse

Klaus Günther
Die naturalistische Herausforderung des Schuldstrafrechts

Günther Jakobs
Strafrechtliche Schuld als gesellschaftliche Konstruktion
Ein Beitrag zum Verhältnis von Hirnforschung und Strafrechtswissenschaft

Die Autorinnen und Autoren

Rezensionen

»Der Sammelband bringt den Leser auf den aktuellen Stand der Diskussion – eine gute Grundlage zum Beispiel für Universitätsseminare über Neuroethik.«
Steve Ayan, Gehirn und Geist

Summary

Will findings in neuroscience undermine our conception of humankind and legal system? Renowned experts in brain research, psychology, law and philosophy lead this existential debate.