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Stephan Weichert (Hg.)
Leif Kramp (Hg.)
Hans-Jürgen Jakobs (Hg.)

Wozu noch Zeitungen?

Wie das Internet die Presse revolutioniert


1. Auflage 2009
280 Seiten mit 30 Abb., Paperback
19,90 € [D]
ISBN 978-3-525-36750-6

Kurzinformationen

Eine Pflichtlektüre für alle, die Zeitungen lesen und lieben.

Ausführliche Informationen

Empfindliche Etatkürzungen, Redaktionszusammenlegungen und reihenweise Entlassungen: Spätestens seit der Wirtschaftskrise befinden sich Auflagen, Umsätze und Aktienwerte auf den internationalen Pressemärkten im freien Fall – sogar Kompletteinstellungen von Zeitungen und Verlagsinsolvenzen sind nicht mehr auszuschließen. Auch die deutsche Presselandschaft wird bald vom Verschwinden der Zeitung betroffen sein. Aber was geschieht, wenn Qualitätszeitungen vom Markt verschwinden? Muss der Staat die Presse retten? Brauchen wir eine öffentlich-rechtliche Zeitung? Oder doch lieber Stiftungsmodelle wie in den USA? Was ist politisch möglich, was überhaupt sinnvoll? Stellen Blogs, Google und andere Online-Angebote eine ernstzunehmende Konkurrenz für den Journalismus dar? Und was droht unserer Demokratie, wenn niemand mehr Zeitung liest?

In 24 Interviews mit internationalen Experten skizziert der Band unsere Presselandschaft von morgen: Verantwortliche aus Print- und Online-Medien sowie namhafte Medienforscher sprechen über aktuelle Zeitungstrends, Chancen und Risiken der Internet-Revolution, alternative Finanzierungsmodelle für Journalisten und ihre Visionen, wie die Verlage die Krise überwinden können. Die Gespräche bieten Einblicke in die zukünftige Verfasstheit unserer Mediendemokratie und liefern zahlreiche Gründe, warum wir in Zukunft noch gedruckte Zeitungen brauchen. Zu Wort kommen unter anderem Arianna Huffington (»Huffington Post«), Jeff Jarvis (Blogger), Eric Alterman (Publizist), Philip Meyer (Presseforscher), Tyler Brûlé (»Monocle«), John Lloyd (»Financial Times«), Jay Rosen (Blogger), Alan Rusbridger (»Guardian«), Jonathan Landman (»New York Times«), Tom Rosenstiel (Project for Excellence in Journalism) und Daniel Vernet (»Le Monde«). Das Buch knüpft an die hitzig geführte Debatte um das Zeitungssterben an und ist eine Pflichtlektüre für alle, die gedruckte Zeitungen lesen und lieben.

Mehr zum Thema: die Expertenstudie der Friedrich-Ebert-Stiftung Das Verschwinden der Zeitung?

Inhalt

Leif Kramp / Stephan Weichert: Acht Probleme, acht Chancen für die Presse: Eine Analyse

Interviews

Eric Alterman: »Zeitungen retten sich nicht selbst«

Tyler Brûlé: »Wir werden erleben, wie Verleger die Nerven verlieren«

Mark Fisher: »In zehn Jahren wird Journalismus vollkommen anders aussehen«

Todd Gitlin: »Wir brauchen im Web dringend eine Qualitätskontrolle«

Arianna Huffington: »Ohne das Internet wäre Obama nicht Präsident geworden«

Jeff Jarvis: »Presse ist Vergangenheit«

Bill Kovach: »Journalisten sollen wieder an ihren Beruf glauben«

Jonathan Landman: »Print ist nicht tot«

Nicholas Lemann: »Das Internet ist für Journalisten ein echtes Wunderwerk«

John Lloyd: »Google News ist unser Feind«

Philip Meyer: »Das ist eine phantastische Chance für die gute alte Zeitung«

Jay Rosen: »Es ist alles keine Katastrophe«

Tom Rosenstiel: »Die Zeitungsbranche erlebt das schlechteste Jahr aller Zeiten«

Robert Rosenthal: »Wir Journalisten müssen ein neues Zuhause finden«

David M. Rubin: »Die Profitmargen der Zeitungen sind noch immer sehr respektabel«

Alan Rusbringer: »Die Lage ist sehr schwierig«

Timothy Rutten: »US-Zeitungen sind weniger ernst zu nehmen«

Joe Saltzman: »Wer Subventionen gewährt, wird Druck ausüben«

Stephen B. Shepard: »Bei Null beginnen«

Paul E. Steiger: »Unser Ziel ist es, Machtmissbrauch aufzudecken«

Mitchell Stephens: »Die Zukunft gehört den Multi-Spezialisten«

David Talbot: »Wir werden täglich von Blogs und Gelaber überflutet«

Daniel Vernet: »Ein sehr riskantes Geschäft«

Simon Waldman: »Überleben zu wollen, reicht einfach nicht«

Rezensionen

»... [ein] anregend zu lesendes Buch [...] Ein aufschlussreiches Buch für Leser, die das Ende der altgewohnten Zeitung fürchten, denn – auch das wird deutlich – der Bedarf nach Gedrucktem wird bleiben: Der schieren Unendlichkeit des weltweiten Netzes stellt sich das Zeitungswort überschaubar mit Anfangs- und Endseite entgegen.«
Horst-Joachim Hoffmann, c´t magazin für computertechnik
»Der Band ist nicht nur Pflichtlektüre für alle, die Zeitungen lesen und lieben, sondern auch Fundgrube und Argumentationshilfe für alle, die auf Podien, gedruckt, online oder mobil für die Zukunft der Zeitung streiten.«
Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger e.V.
»... [ein] nicht nur für Medienleute interessante[s] Buch ...«
Georg Howahl, Westdeutsche Allgemeine Zeitung
»[...] eine interessante Lektüre für alle, die sich mit Medien, Zeitungen und dem Internet beschäftigen und eine Fundgrube und Argumentationshilfe für alle, die auf Podien, gedruckt, online oder mobil für die Zukunft der Zeitung streiten.«
Verband Bayerischer Zeitungsverleger, Rundschreiben

Summary

Can daily papers survive the internet news? Are we still going to read newspapers tomorrow? Does the state need to preserve the press?