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Helmut Zander

Anthroposophie in Deutschland

Theosophische Weltanschauung und gesellschaftliche Praxis 1884–1945


2., durchgesehene Aufl. 2007
XXXIII, 1884 Seiten mit 37 Abb. und 36 Tab. in 2 Bänden, gebunden
246,00 € [D]
ISBN 978-3-525-55452-4

Kurzinformationen

Die erste umfassende Darstellung der Geschichte der Anthroposophie in Deutschland.

Ausführliche Informationen

Waldorfschulen, Demeter-Tomaten, Weleda-Heilsalbe, dm-Drogeriemärkte – was verbindet sie mit Otto Schily und Christian Morgenstern? Die Anthroposophie Rudolf Steiners. Er schuf mit der Anthroposophischen Gesellschaft zwischen 1900 und 1925 die wichtigste esoterische Gemeinschaft der europäischen Geschichte.
Helmut Zander legt die erste Geschichte der Anthroposophie und des theosophischen Milieus zwischen 1884 und 1945 vor. Untersucht werden Steiners theosophische Weltanschauungsproduktion zwischen 1900 und 1914, der anthroposophische Tanz (»Eurythmie«) und die anthroposophische Architektur. Die historische Aufarbeitung der seit 1918 entstandenen Praxisfelder in Gesellschaftstheorie, Pädagogik, Medizin und Landwirtschaft führt schließlich die Geschichte an die aktuellen gesellschaftlichen Probleme heran.

Sternstunde Philosophie: Mysterium Anthroposophie. Ein Gespräch des Schweizer Fernsehens mit Helmut Zander.

Inhalt

Band I

1. Die Gegenwart einer unerforschten Vergangenheit

Kontexte
2. Historiographie

Geschichte
3. Theosophische Gesellschaften in Deutschland
4. Sozialstruktur und Vereinsleben der deutschen Adyar-Theosophie

Die Grundlegung der Weltanschauung Rudolf Steiners vor 1900
5. Steiner und Goethe
6. Philosophische Positionen in den 1890er Jahren

Steiners Theosophie
7. Theosophie
8. Christologie
9. Wissenschaft Die Theosophie in Konkurrenz mit den empirischen Naturwissenschaften

Band II

Ästhetik
10. Freimaurerei
11. Mysterientheater
12. Architektur
13. Eurythmie

Praxis
14. Politik. Gestaltung der Gesellschaft durch weltanschauliche Praxis
15. Waldorfpädagogik
16. Medizin
17. Landwirtschaft

Neuer Kult
18. Die Christengemeinschaft

Von der Vergangenheit zur Zukunft
19. Pluralisierung und Minderheitenkultur

Nachwort
Anhang

Rezensionen

»Zanders monumentale Studie ›Anthroposophie in Deutschland‹ ist ... ganz zweifellos auf Jahre hinaus als das Standardwerk zu betrachten, an dem niemand, der sich in irgendeiner Form mit theosophischen oder anthroposophischen Themen beschäftigt, vorbeikommen wird.«
Andy Hahnemann, Tagesspiegel
»... ein Buch ..., an dem die moderne Anthroposophie nicht vorbeikommt ...«
INFO 3
»Das Buch wird für viel Gesprächsstoff sorgen.«
Achim Hellmich, Das Goetheanum
»... ein Meilenstein der historischen Forschung ...«
Lucian Hölscher, Süddeutsche Zeitung
»... ein monumentales Werk ...«
Alex Rühle, Süddeutsche Zeitung
»Das Werk hat ... das Potential, die Initialzündung für ein neues akademisches Diskursfeld zu sein.«
Robin Schmidt, H-Soz-u-Kult
Zur vollständigen Rezension
»... eine monumentale Studie ... Sein [Zanders] Buch wird zweifellos auch den Anthroposophen selbst als Handbuch dienen.«
Bernhard Lang, Neue Zürcher Zeitung
»Selbst eingefleischte AnthroposophInnen werden in Zanders Werk viel Neues über ihre Religion erfahren. Besonders lohnt die Lektüre allerdings für alle, die anthroposophische Produkte konsumieren, ohne bisher über den dahinterstehenden Okkultismus informiert gewesen zu sein.«
Christoph Horst, Forum Wissenschaft
»Diese verdienstvolle Studie ist schon kurz nach ihrem Erscheinen zum Standardwerk geworden. Sie wird weitere Forschungen, insbesondere zur Geschichte marginaler Gruppen und der Esoterik im Kontext der allgemeinen Geschichte, anregen und zur Etablierung dieses Forschungsfeldes beitragen.«
Rainer Hering, German Studies Review
»Zanders Gedanken sind weitaus differenzierter, als es das Echo seiner Anhänger und Kritiker vermuten lässt.«
Rüdiger Sünner, Spuren – Magazin für neues Bewusstsein
»Helmut Zander hat ein wichtiges Buch geschrieben, das eine große Lücke gefüllt hat und ein immens wichtiger Beitrag ist zur Geschichte des abendländischen ›Untergrunds‹ und seiner Bedeutung und seines Einflusses auf die ›offizielle‹ Kultur.«
Bernd Wedemeyer-Kolwe, Bayerisches Jahrbuch für Volkskunde 2008
»An dieser monumentalen Studie kommt auf absehbare Zeit keiner vorbei, der sich ernsthaft mit der Anthroposophie beschäftigen möchte.«
Andreas Fincke, Theologische Literaturzeitung
»Das monumentale Werk Zanders (1884 Seiten) ist ein Meilenstein [...]«
Michael von Brück, Theologische Revue

Summary

The Anthroposophical Society, founded by Rudolf Steiner (1861–1925), is the most important esoteric community in European history. The Rudolf Steiner-Schools as well as anthroposophical medicine and agriculture are a part of its heritage. Helmut Zander’s book is the first history of the Anthroposophical Society and the German theosophical milieu from 1884 until 1945.