Gerhard Paul (Hg.)
Bilder, die Geschichte schrieben
1900 bis heute
1. Auflage 2011
296 Seiten durchgehend farb., mit 196 Abb. Paperback
ISBN 978-3-525-30024-4
Vandenhoeck & Ruprecht
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Die Menschen des 20. und 21. Jahrhunderts sind von Myriaden von Bildern umgeben. Bilder dringen in alle Segmente des Alltags ein. Sie sind zu einem zentralen Faktor in Wirtschaft und Werbung, in Politik und Kriegsführung, in Nachrichtenkommunikation und bei der Überwachung des öffentlichen Raumes geworden. Längst sind sie auch eine politische Waffe sowie eine kommerzielle Ware, um Milliarden zu verdienen. Das 20. Jahrhundert ist daher als »Jahrhundert der Bilder« und als »visuelles Zeitalter« charakterisiert worden. Aus der alltäglichen Bilderflut ragen einige Bilder heraus, die den Status von »Ikonen« angenommen haben. In der modernen Mediengesellschaft handelt es sich um Medienikonen, die beständig zitiert und reinszeniert werden, die Ländergrenzen überspringen und im digitalen Zeitalter gar zu globalen Ikonen werden können. Im vorliegenden Band untersuchen ausgewiesene WissenschaftlerInnen 33 Medienikonen des 20. und beginnenden 21. Jahrhunderts – angefangen vom klassischen Herrscherporträt Kaiser Wilhelm II., über das Foto des fallenden Soldaten im Spanischen Bürgerkrieg bis hin zu den Bildsequenzen von 9/11.
Bilder dringen in alle Segmente des Alltags ein: Mit Hilfe von Bildern werden Nachrichten vermittelt. Aus Geschichtsbüchern werden Bildbände. Bildgebende Verfahren prägen die medizinische Diagnostik. Das Fernsehen wandelt sich zum hundertkanäligen Unterhaltungsmedium. Großbildleinwände übertragen »Breaking News« in Echtzeit. Handys versenden digitalisierte Kurzfilme. Aus der alltäglichen Bilderflut ragen einige Bilder hervor, die gleichsam den Status von »Ikonen« angenommen haben. In der modernen Mediengesellschaft handelt es sich um Medienikonen. In ihrem medialen Gebrauch verändert sich ihre Deutung und Bedeutung. In diesem Band werden vor allem die Entstehung und Verbreitung dieser Bilder, deren Veränderung und alltägliche Rezeption untersucht.

