Autorenporträt

Thomas Werner


Dr. Thomas Werner ist Historiker und lebt in Berlin.
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Thomas Werner

Den Irrtum liquidieren

Bücherverbrennungen im Mittelalter

1. Auflage 2007
853 Seiten mit 56 Abbildungen und 3 Schaubildern Leinen
ISBN 978-3-525-35880-1
Vandenhoeck & Ruprecht

Veröffentlichungen des Max-Planck-Instituts für Geschichte - Band 225

121,95 €
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Das inszenierte Verbrennen glaubenswidriger Literatur gehörte von Anfang an zum Christentum und bildete, kaum dass es Staatsreligion geworden war, eine in den Rechtsvollzügen etablierte Maßnahme. Thomas Werner geht in seiner Studie den funktionalen Kontexten und den rechtlichen und theologischen Gründen mittelalterlicher Bücherverbrennungen nach. Er schildert Techniken und Rituale und beschreibt den Scheiterhaufen als Vernichtungsapparat, der die Imagination der Zuschauenden befeuerte. Die Exekutionen waren mehr als eine handlungspraktische Verlängerung der Zensur; ihre symbolisch kompliziertesten Formen nahmen sie an, wenn neben den Schriften deren Urheber oder Rezipienten zur Rechenschaft gezogen wurden, sei es als Abschwörende, sei es als ebenfalls zum Feuer verurteilte Delinquenten.

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... eine bewundernswerte wissenschaftliche Leistung ...
Ludger Syré, Das Historisch-Politische Buch

Die historische Forschung verdankt Werner eine materialreiche und anregende Studie auf der Höhe der Forschung.
Thomas Wetzstein, Rechtsgeschichte

Die Arbeit überzeugt durch ihre hervorragende und originelle Gliederung und Strukturierung der Stoff- und Detailfülle.
Amalie Fößel, Zeitschrift für Geschichtswissenschaft

[Die Diss.] imponiert nicht (nur) wegen ihres Umfanges, sondern vor allem wegen ihres intellektuell anspruchsvollen Inhalts, der in einer gut lesbaren, eleganten Sprache vermittelt wird.
Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters

Frei von Zynismus wie von falscher Sentimentalität, mit scharfem Blick auch gerade für das, was die Quellen nicht aussagen, von stupender Gelehrsamkeit und souveräner Materialaufbereitung, muss dieses Buch zum Standardwerk für die Forschung zur Bücherzerstörung werden.
Cornelia Ortlieb, Monatshefte

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