Der Holocaust im arabischen Gedächtnis

Autorenporträt

Omar Kamil


Dr. Omar Kamil ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Simon-Dubnow-Institut für jüdische Geschichte und Kultur an der Universität Leipzig und lehrt gegenwärtig als Professor an der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg.
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Omar Kamil

Der Holocaust im arabischen Gedächtnis

Eine Diskursgeschichte 1945–1967


ca. 264 Seiten mit ca. 3 Abb. gebunden
ISBN 978-3-525-36993-7
Vandenhoeck & Ruprecht
erscheint August 2012

Schriften des Simon-Dubnow-Instituts - Band 015

ca. 49,95 €
inkl. MwSt.
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Buch

Während in Europa der Holocaust als »Zivilisationsbruch« zunehmend zum Bezugspunkt von Geschichtserfahrung wurde, nahm die arabische Welt das Ereignis nur eingeschränkt wahr. Diese erschwerte Wahrnehmung fand entweder vor dem Hintergrund der Palästinafrage oder im Zusammenhang mit dem Verhältnis arabischer Nationalisten zum Nationalsozialismus Aufmerksamkeit. Im Unterschied dazu nimmt dieses Buch eine diskursgeschichtliche Perspektive insofern ein, als entlang zeitgenössischer Texte von Arnold Toynbee, Jean-Paul Sartre und Maxime Rodinson die arabische Rezeption in den 1960er Jahren in den Blick genommen wird. Omar Kamil bietet dabei eine neue Sicht auf die Dramatik des Gegenstands: Durch die Erfahrungen des Kolonialismus wird eine angemessene Wahrnehmung des Holocaust in der arabischen Welt verstellt.

Übersetzungen zeitgenössischer arabischer Quellen, die vom Autor eingeleitet und kommentiert werden, ergänzen den Band und bieten dem Leser die Möglichkeit, bislang nicht zugängliche Kontroversen arabischer Intellektueller zu dieser Frage nachzuvollziehen.

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