Deuteronomium 28 und die Adê zur Thronfolgeregelung Asarhaddons

Autorenporträt

Hans Ulrich Steymans


Dr. theol. Hans Ulrich Steymans ist Professor für Altes Testament an der Theologischen Fakultät der Universität Freiburg/Schweiz.
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Hans Ulrich Steymans

Deuteronomium 28 und die Adê zur Thronfolgeregelung Asarhaddons

Segen und Fluch im Alten Orient und in Israel

1. Auflage 1996
XII, 425 Seiten gebunden
ISBN 978-3-525-53780-0
Vandenhoeck & Ruprecht

Orbis Biblicus et Orientalis - Band 145

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Asarhaddon ließ zur Regelung der Thronfolge seiner Söhne einen »adê« anfertigen. Dieses Dokument, mit dem Vereidigungen durchgeführt wurden, enthält die längste bekannte Sequenz von Flüchen des Alten Orients. Einige Passagen ähneln Deuteronomium 28 in auffälliger Weise.
Das Buch bietet eine Zusammenstellung aller veröffentlichten mesopotamischen Texte staatlicher Kanzleien mit Flüchen und untersucht mehrsprachige altorientalische Fluch- und Segensschriften auf ihre Übersetzungstreue hin. Als Ergebnis zeigt sich, daß die Gemeinsamkeiten zwischen Dt. 28 und dem Text Asarhaddons sich vom sonst belegten mesopotamischen Überlieferungsgut abheben, was auf eine literarische Abhängigkeit des biblischen Textes von der assyrischen Vorlage schließen läßt. Die literarische Analyse läßt außerdem die Gesichtspunkte erkennen, nach denen man in Juda Teile der aus Assyrien stammenden Vorlage zu hebräischen Flüchen umgestaltete. Dabei scheint die Vorstellung von JHWH als dem Jerusalemer Sonnengott eine wichtige Rolle gespielt zu haben.

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