Die Einbürgerungspraxis im Deutschen Reich 1871–1945

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Oliver Trevisiol


Dr. Oliver Trevisiol ist Dezernent für Medienbearbeitung an der Bibliothek der FernUniversität in Hagen.
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Oliver Trevisiol

Die Einbürgerungspraxis im Deutschen Reich 1871–1945

1. Auflage 2006
237 Seiten gebunden
ISBN 978-3-89971-303-9
Universitätsverlag Osnabrück bei V&R unipress

Studien zur Historischen Migrationsforschung (SHM) - Band 018

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Buch

Das Deutsche Reich war seit den 1890er Jahren ein Einwanderungsland. Dabei lagen die Einbürgerungsraten im Kaiserreich und der Weimarer Republik wesentlich höher als in der Bundesrepublik.
Die vorliegende Studie untersucht die Einbürgerungspraxis in Deutschland zwischen der Reichsgründung 1871 und dem Zweiten Weltkrieg. Aus sozialgeschichtlicher Perspektive wird gefragt, wer wann zu welchen Bedingungen eingebürgert wurde und wie die Behörden ihren Ermessensspielraum nutzten. Außerdem wird der Umgang mit der Frage der doppelten Staatsangehörigkeit thematisiert. Die Studie verdeutlicht, dass es bei der Entscheidung über eine Einbürgerung im Verlauf der Zeit immer weniger um die persönliche Situation des Antragstellers ging. In den Vordergrund rückte stattdessen der Grad der Erwünschtheit eines Kollektivs und damit der Nachweis, ob der Einzubürgernde als ›deutschstämmig‹, ›fremdstämmig‹, oder ›kulturfremd‹ anzusehen sei.

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